Blog / Framente

Moofer schaltet versteckte VanMoof-Funktionen frei

Ein hellblaues VanMoof E-Bike mit schwarzen Rädern und Komponenten steht auf einer grauen Straße vor einem Geschäft mit Neonschrift im Hintergrund.
Hiroshi Kimura | Unsplash

Mit dem Firmware-Update 1.8.1 hat VanMoof eine Schnittstelle in der Software angepasst, wodurch Moofer die Geschwindigkeit nicht über 25km/h setzen kann.

Neben der Motorunterstützung schätze ich die technischen Features beim VanMoof S3. Über die App können verschiedene Unterstützungsstufen ausgewählt und die Schaltmomente verändert werden.  Das reicht aber nicht allen Fahrerinnen und Fahrern – und so veröffentlichte ein Niederländer die App Moofer, die versteckte Funktionen freischaltet und das Fahren noch angenehmer gestalten soll.

Hinweis / Disclaimer

Die App nutzt Schnittstellen, die eigentlich nur für Entwicklerinnen und Entwickler bereitstehen. So können Änderungen an der Konfiguration vorgenommen werden. VanMoof rät von der Nutzung ab, da die Leistung der Komponenten (Akku, Motor, Schaltung) beeinflusst wird. Außerdem darf auf einem VanMoof (wie auch jedem anderen E-Bike) nicht schneller als 25km/h auf öffentlichen Straßen gefahren werden.

Funktionsumfang

Auf Reddit meldete sich der Entwickler zu Beginn des Jahres und stellte eine Beta-Version der App Moofer vor. Seitdem gab es bereits einige Updates, die spannende Anpassungen erlauben:

Smart Speed kontrolliert die Motorunterstützung auf Basis der Durchschnittsgeschwindigkeit. So soll die Fahrweise interpretiert werden, um den manuellen Wechsel der Unterstützung zu verhindern.

Es lässt sich eine fünfte Unterstützungsstufe aktivieren, die dem Boost-Button entspricht. Also durchgehend auf voller Leistung beschleunigt – was Spaß macht, aber auch ordentlich den Akku und Motor beansprucht.

Es lassen sich Änderungen an der Regionseinstellung vornehmen. Dies wurde erst vor wenigen Monaten durch VanMoof verhindert, da ein E-Bike in Deutschland nicht mehr als 25km/h fahren darf – und auch keine entsprechende Option in der App zugänglich sein darf. Mit Moofer lässt sich der Motor auf bis zu 37km/h beschleunigen. Somit erlischt aber auch die Straßenzulassung.

Das VanMoof S3 hat eine Automatikschaltung, die nicht immer das tut, was sie soll. Über die App lässt sich das manuelle Schalten aktivieren. Über die Buttons am Lenker kann dann hoch- und runtergeschaltet werden.

Außerdem sind auch alle bekannten Funktionen (Sounds, Licht, etc.) der VanMoof App zugänglich.

Geplante Funktionen

Damit aber nicht genug. Der Entwickler plant noch weitere Funktionen, die den Fahrspaß steigern sollen. Die Unterstützung soll dynamisch über KI-Algorithmen angepasst werden. Der Lautsprecher soll für eine Navigation genutzt werden können. Und die App soll über GPS Strecken aufzeichnen.

Fazit

Ich finde es spannend, wie immer wieder Wege gesucht werden, um alle Funktionen von Gadgets zugänglich zu machen. Was beim iPhone schon immer ein Wettlauf zwischen Entwickler und Apple war (Jailbreak), könnte hier auch passieren. Denn VanMoof hat sicher Gründe, weshalb die Funktionen momentan nicht öffentlich zugänglich sind.

Viel kritischer sehe ich die Gefahr für Fahrerinnen, Fahrer und deren Umfeld. Es hat einen Grund, dass 25km/h das Limit in Deutschland ist. Wenige Radwege, rücksichtslose Verkehrsteilnehmer und die Gefahr der Selbstüberschätzung. Mit 37km/h durch Städte zu fahren, kann schnell übel enden.

Somit bewegt sich die App Moofer in einer rechtliche Grauzone, die aber gut aufzeigt, was Fans wollen: Immer wieder neue Funktionen. Jetzt auch bei E-Bikes.

Die App gibt es im Apple App Store und im Google Play Store. Sie kostet 9,90€.


Dieser Artikel erschien auf lautlos.hamburg

Menschen brauchen Gemeinschaften

Wie Medienmarken geschützte Räume gestalten können

Als wir zu Beginn der Corona-Pandemie mit den Nutzerinnen und Nutzern von brand eins sprachen, lernte ich von einem wachsenden Wunsch: Die Suche nach Gleichgesinnten und geschützten Räumen. In einer solchen Krise braucht es weniger neue Inhalte und Formate, sondern mehr Dialog. Eine Gemeinschaft, die moderiert miteinander wächst.

Und so begann ich mich damit zu beschäftigen, wie Medienmarken geschützte Räume gestalten können.

Dieser Artikel sammelt Gedanken und Beispiele, die ich bei meinem Impulsvortrag für nextMedia.Live vorgestellt habe.

Warum Gemeinschaften für Medienmarken interessant sind

Seit jeher wollen Medienmarken mit ihren Inhalten Menschen erreichen. Sie informieren und unterhalten. Zu Beginn gab es eine Handvoll, mittlerweile ist die Zahl der Quellen massiv gewachsen. Es ist schwierig geworden, einen Überblick zu bewahren. Jedes Unternehmen schreit nach Aufmerksamkeit – und Inhalte werden teilweise beliebig und kopierbar.

Gleichzeitig beobachte ich aber Marken, die es in diesem Lärm schaffen gesund zu wachsen. Es sind Unternehmen wie die Rocket Beans oder 1E9, aber auch Einzelpersonen wie Raul Krauthausen. Sie tun dies über gute Inhalte – viel mehr aber mit ihrer Haltung. So positionieren sie sich und bringen über ihre Kanäle (die von Print und Bewegtbild zu Social Media reichen) gleichdenkende Menschen zusammen. Versammeln hinter sich wachsende Gemeinschaften, die eine Leidenschaft teilen. Eine Sicht auf die Welt. Diese enge Bindung herrscht zwischen der Marke und ihren Fans –  auch ohne konkreten Anlass vernetzen sich die Menschen einer Community. Sie tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig. Diese Treue macht Gemeinschaften für Medienmarken interessant. 

Früher schloss man ein Abo ab und erhielt für sein Geld regelmäßig Inhalte. Dieses Modell hat seine Daseinsberechtigung und funktioniert. Jedoch liegt es in der Natur der Menschen, dass sie Dinge verstehen wollen. Sie möchten dabei sein, wenn etwas entsteht und wünschen sich Transparenz. Ehrlichkeit. Einen Einblick in ein Unternehmen, das sie spannend finden. Was früher für eine kleine Auswahl an Menschen durch Leserbriefe oder Redaktionsbesuche ermöglicht wurde, hat durch die sozialen Medien eine neue Dimension erreicht. Unternehmen wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind theoretisch rund um die Uhr erreichbar. Fragen lassen sich stellen – der Blick hinter die Kulisse. Dies passiert gewollt und ungewollt. Und leider noch sehr nach dem alten Muster: Senden und Empfangen. Weiter. Zwischendurch ein neuer Kommentar. Das macht aber noch keine gesunde Gemeinschaft aus. 

In den letzten Jahren sieht man eine Gegenbewegung. Es werden Mitgliedschaften verkauft. Teilweise dient dies um komplett neue Medienmarken aufzubauen, manchmal ist es das alte Abonnement in neuen Kleidern. Unternehmen wie Krautreporter schaffen es aber eine tatsächliche Bindung einzugehen. Eine Art Vertrag, der zwischen den Sendern und Empfängern geschlossen wird. Und bestenfalls diese Zweiteilung reduziert. Denn die Crowd soll nicht nur etwas finanzieren, sondern sie will eingebunden werden. Gemeinsame Werte sorgen für eine Verbindung. Sie sorgen dafür, dass eine langjährige Treue entstehen kann. Ein Vertrauensvorschuss und somit stabiler Erlösstrom. Dieser eröffnet die Möglichkeit, neben den ursprünglichen Inhalten auch ergänzende Produkte und neue Geschäftsmodelle innerhalb der Gemeinschaft zu entwickeln – sofern sie die Mitglieder auf ihrem Weg begleiten. 

Gemeinschaften leben vom Miteinander. Im Gegensatz zum Abo geht es nicht um den reinen Konsum, sondern um Partizipation. Inhalte sind zwar oft der Anstoß, aber Menschen bleiben wegen der Verbindung und den gemeinsamen Werten. Das macht Gemeinschaften so interessant für Medienmarken, die eine Haltung haben. Sie schaffen eine Vertrauensbasis, die wesentlich stärker als Gelegenheitskäufe und einfache Likes ist. 

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Fragmente 📓 Januar 2021

Mäh. Es nervt, auch wenn es sein muss. Die Wochen ziehen an mir vorbei. Draußen ist es die meiste Zeit grau. Und ich vermisse es mit Freunden zusammen zu sein. Restaurants auszuprobieren. Andere Länder mit Svenja erkunden. Mit Kollegen in einem Raum zu arbeiten. Aber hilft ja nichts. Bis es wieder ins Büro geht, schaue ich mir einfach diese tollen Bilder an – sie wurden von POPO aus Bremen gemacht, die brand eins beim Umzug unterstützen. Jetzt ist es bald ein Jahr her, seitdem die Flure voll und Konferenzräume laut waren. 😷


Irgendwann im letzten Jahr begann ich wieder mit dem Tagebuchschreiben. Wollte rausfinden, wie sich meine Stimmung entwickelt. Was die Pandemie mit mir macht. Wie sich die Arbeit auf meinen Schlaf auswirkt. Oder welche kleinen Momente man erleben durfte. Früher waren es Notizbücher – heute ist es die App Day One. Sie erlaubt das Aufzeichnen von Textfetzen, Sprachnachrichten und Bildern. Nebenbei werden aber auch Metainformationen gespeichert – wie dasWetter oder der Ort. Dienste wie Instagram können angebunden werden. Und die App erinnert mich, was vor einigen Jahren so passiert ist. Ich mag das, weil man so ein Gefühl für Phasen bekommt. Manchmal kommt es mir vor, als sei alles doof. Seit langer Zeit. Und dann sehe ich, dass es mir vor wenigen Tagen noch gut ging. Erkenne, wie glücklich mich kleine Ausflüge in die Natur machen. Wie wichtig gutes Essen und Spazieren ist. Und dass ich weiterhin weniger in Streams rumhängen sollte. 📔


Entweder es gibt momentan nur wenig gute Serien oder die Mediatheken sind leergeschaut. Bei mir hat sich ein Gefühl von Sättigung eingestellt. Apple TV+ und Disney Plus laufen in diesen Tagen aus – werden nicht verlängert. Dafür höre ich wieder mehr Hörbücher. Seit ein paar Tagen bei BookBeat. Mag die App, die intuitiv ist und das tut, was sie soll. Die Auswahl ist gut – auch wenn mir einige Bücher fehlen, ist die Warteschlange lang. Gerade höre ich Utopien für Realisten, Die Känguru-Chroniken und Bilder deiner großen Liebe. Irgendwie erinnert mich viel an die Kindheit, wo ich Benjamin Blümchen Kassetten mit mir durch die Jahre trug. Auf dem Sofa liegen, spazieren, kochen oder putzen – alles möglich. Und dabei gute Geschichten hören. 🎧


Geschichten können nicht nur Einzelpersonen mitreißen, sie helfen auch Menschen miteinander zu verbinden. Über sie werden Erzählungen weitergetragen, Werte kommuniziert. Im letzten Jahr habe ich in Nutzergesprächen gelernt, wie sehr sich gerade alle nach Gemeinschaften sehnen. Sie möchten nicht alleine sein, wenn Ungewissheit und Unsicherheit tägliche Begleiter sind. Seitdem beschäftigt mich das Thema. Denke über mögliche Produkte nach, aber lese auch viel über die Merkmale guter Gemeinschaften. Im Rahmen einer Veranstaltung spreche ich demnächst darüber – erste Gedanken wurden bereits bei nextMedia.Hamburg aufgegriffen, noch mehr folgt an dieser Stelle in den kommenden Wochen.

Ich glaube fest daran, dass man Gedanken und Erfahrungen teilen muss. Deswegen schreib ich diesen Blog. Deswegen mag ich die Arbeit in Teams. Empathie entsteht nur durch einen Perspektivenwechsel. Deshalb bin ich auch sehr glücklich, dass ich beim nextMedia.Beirat teilnehmen darf und mit 30 Akteur:innen über ein Hamburger Innovationsökosystem nachdenken kann. 🙏


Zum Schluss noch eine Prise Selbsterkenntnis: Ja, auch ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich romantische Szenen in Filmen sehe und denke: Hach. Blindes Verständnis. Bedingungslose Liebe. Totale Ehrlichkeit. Und im selben Moment erkenne ich, wie fern dieses Bild dann doch von der Realität ist. Wie komplex ich bin und wie selten ich verstehe, warum ich Dinge tue wie ich sie tue. Wie soll jemand anderes da durchblicken? Immer die richtige Antwort haben? Und wie kann ich erwarten, dass es so einfach ist – dieses komplexe Konstrukt Liebe? Alain de Botton beschäftigt sich deutlich wortgewandter als ich mit der Frage, weshalb Romantiker die Liebe ruinieren. Und was eine gute Beziehung ausmacht. 💛


Es ist eben alles nicht so einfach. Und das ist okay. Wir alle probieren rum. Verstehen täglich ein bisschen mehr. Machen Fehler. Tun uns weh. Entschuldigen uns. Sprechen darüber. Gehen gemeinsam weiter.

Darum geht es. Habt einen schönen Februar 🤗

Rückblick. 2020.

Ein Jahr voller Gegensätze liegt hinter mir. Vollgas. Vollbremsung. Lachen. Weinen. Tanzen. Springen. Schubsen.“ – so endete 2019. Und diesmal war wieder alles anders. Ungewohnt und schmerzhaft. Denn 2020 zeigte uns auf brutale Weise, wie zerbrechlich alles ist. Wie zerbrechlich unsere „Normalität“ ist. Ein unfassbar anstrengendes Jahr. Dominiert von einer Pandemie, die uns alle ans Limit brachte. Unsicherheiten und Ängste in allen Schichten. Habe Mitgefühl mit Hinterbliebenen, die oft ohne Abschied Abschied nehmen mussten. Tiefen Respekt vor Ärztinnen und Ärzten, den Pflegekräften und Angestellten in Altersheimen, Hilfsorganisationen, Krankenhäusern. Und nein, auf dem Balkon stehen und klatschen reicht nicht aus. Habe Mitleid mit Menschen, die unter den Einschränkungen leiden: Einsame Menschen, kranke Menschen, zurückgelassene Menschen, mittellose Menschen. Habe kein Mitleid mit Großaktionären, deren Dividenden jetzt der Staat zahlt – dafür aber Klimapolitik und Infrastruktur vernachlässigt. Habe Verständnis für Ängste und Sorgen. Habe kein Verständnis für Verschwörungstheorien, Ignoranz, Hetze und Hass. Egal, ob gegen den Staat oder einzelne Menschen. Werde mir täglich mehr bewusst, dass Rassismus ein strukturelles Problem ist. Wie mächtig und verletzend Sprache sein kann. Wie eingeschränkt der eigene Blick ist. Meist erblickt er nicht einmal das Gegenüber.

Ich habe großes Glück enorme Privilegien. Niemand aus dem Freundeskreis oder der Familie verloren. Zögerliche Umarmungen. Irgendwann nur noch ein Winken aus der Ferne. Ausgedehnte Spaziergänge und Telefonate. Nein, ein Zoom-Meeting ersetzt keine Berührung. Dennoch froh, dass es Alternativen gab. Froh über einen Job, der von überall machbar ist. Über Hobbys, die an keinen festen Ort gebunden sind. Konnte meine Gefühle offen teilen und in geschützten Räumen hinterfragen. Merke für mich, wie entscheidend Orte sind. Orte, an denen man unverstellt sein kann. Habe versucht, weniger Zeit in den Streams zu verbringen. Sie dafür mit mir selbst zu verbringen. Mit dem Fahrrad lautlos durch Hamburg. Durchatmen. Geschehen lassen.

Andreas von hinten in dunkler Jacke und grauer Mütze steht auf einem Hügel mit herbstlich gefärbter Vegetation und blickt auf ein ausgedehntes Tal mit Wäldern und Bergen. Der Himmel ist teilweise bewölkt mit blauem Hintergrund.
Durchatmen. Draußen.

Es war ein Jahr der kleinen Schritte. Sprichwörtlich. War nur einmal kurz in Österreich. Ansonsten viel in den eigenen vier Wänden. Hab Hamburg erkundet. Und ein bisschen Bergluft geschnuppert. Chiemgauer Alpen. Harz. War kein einziges Mal in der Heimat. Nur einmal am Meer. Vier Bilder auf Instagram. Aber ist das schlimm? Vermisse ich etwas? Braucht es große Reisen? Hab noch keine Antwort gefunden. Nicht schlimm Es wird noch eine Weile dauern, bis ich das nächste Flugzeug betrete. Umso mehr freue ich mich auf Freunde in Berlin, Potsdam, Kiel, Stuttgart oder Wustenriet.

Alpines Tal mit grünen Wiesen, vereinzelten Bauernhöfen und dichten Nadelwäldern an bewaldeten Berghängen unter teilweise bewölktem Himmel.
Wandern in den Chiemgauer Alpen

Was früher Last.fm machte, geschieht nun automatisch am Jahresende durch Spotify. Ein Rückblick auf das musikalische Jahr – wieder ohne große Überraschungen. Hip Hop und Pop haben mich begleitet. Dafür deutlich seltener, weil die Bahnfahrten weggefallen sind. Insgesamt 278 Stunden streamte ich Künstler wie Fatoni, Dexter oder Bosse. Aber auch Fynn Kliemann – mit dem ich mich mittlerweile deutlich seltener vergleiche. Mich überraschten Run The Jewels und Yassin mit seinem Unplugged-Album.

Vielleicht liegt es an diesem Jahr, dass nur wenige Serien und Filme hängen geblieben sind – obwohl man gefühlt viel Zeit mit Netflix und Co. verbrachte. Alles zog vorbei. Eine gewisse Müdigkeit setzte ein. Überzeugen konnten mich die Kurzserien Liebe und Anarchie und Das Damengambit. Aber auch die zweite Staffel von After LifeTed Lasso und The Morning Show taten auch gut. The Last Dance erinnerte mich an meine Jugend – 21 spielen und das Michael Jordan Poster an der Wand.

Was ich momentan am meisten vermisse sind Abende mit Freunden, Restaurants, Cafés und Kinos. Einmal hab ich es ins Savoy geschafft. Parasite – ein doch sehr verrückter, aber auch guter Film gesehen. Daneben nur Streams. Hamilton war toll. Und Soul zum Ende des Jahres berührend.

Ansonsten war es das Jahr der Podcasts. Erneut. Ich verbrachte Stunden im Hotel Matze, hab Deutschland3000 und die Lage der Nation verfolgt. Apokalypse & Filterkaffee und Baywatch Berlin brachten mich zum Lachen.

Ein gemütliches Fensterbank-Sitznest mit weißem Kissen und grünen Kissen lädt zum Verweilen ein, während der Blick auf herbstlich gefärbte Bäume und grüne Berglandschaft schweift. Der Sitzplatz befindet sich unter einer rohen Holzdecke mit großen Fenstern, die Tageslicht und Ausblick auf die Natur ermöglichen.
Rückzug

Für 2020 hatte ich mir vorgenommen ehrlicher zu sein. Zu mir und auch zu anderen. Ohne diese Ehrlichkeit hätte ich das Jahr auch nicht so gut überstanden. War verunsichert wie viele andere auch. Musste Gewohntes aufgeben, damit andere geschützt werden. Sich selbst zurücknehmen – und gleichzeitig beobachten müssen, wie sich ganz viele in den Mittelpunkt der Erde rückten. Schaue optimistisch auf das kommende Jahr. Der Impfstoff kommt. Trump geht. Spannend wird die Frage, ob die Polarisierung weitergeht. Immer extreme Meinungen. Immer weniger Verständnis.

Darüber reden ist ein Anfang. Miteinander reden sollte das Ziel sein. Versuche mich darin. Und lasse 2021 auf mich zukommen. ✌️