Schreiben. Stolpern. Schluckauf.

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Neue Mobilitätsformen entdecken – zwischen dem Hamburger Hafen und der E-Ladesäule.

Mit WeShare vollkommen elektrisch durch Hamburg

WeShare

Am 25. Februar haben sich lautlos 350 ID.3 des Herstellers VW in Hamburgs Straßen verteilt. Der Carsharing-Anbieter WeShare ermöglicht so flexibel und emissionsfrei die Stadt zu entdecken, denn die Autos sind alle elektrisch mit Ökostrom angetrieben – bis jetzt fand man nur vereinzelt E-Autos wie den BMW i3 bei den bekannten Anbietern. Im Laufe des Jahres sollen 800 Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Mieten statt besitzen

Das Prinzip kennen wir bereits: Ein eigenes Auto lohnt sich im Stadtkern nur noch für wenige Menschen. Monatlich fallen einige direkte und versteckte Kosten an. Die Parkplatzsuche kann die Stimmung zum Feierabend ruinieren. Und niemand braucht Abgase und Lärm eines Autos, das von einer Person gefahren wird. Ich selbst besitze ebenfalls kein Auto – fahre dafür E-Bike, Nahverkehr und leihe mir nur bei Bedarf ein Auto. Es gibt bereits einige Anbieter, die es mit ihren Apps total einfach machen: Auto reservieren, direkt losfahren und irgendwo im Geschäftsgebiet wieder abstellen. Bezahlt wird nach Fahrtzeit (Free NowSixt oder cambio) oder teilweise nach gefahrenen Kilometern (Miles).

Fahrzeug

Auf den ersten Blick weiß der VW ID.3 zu gefallen. Keine futuristischen Formen wie beim BMW i3 und trotzdem modern. Der Innenraum ist übersichtlich und die indirekte Beleuchtung sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Ansonsten ist alles recht rudimentär. Die Verarbeitungsqualität ist okay und wird mit der Zeit sicher durch die Mietvorgänge in Anspruch genommen. Das Entertainment-System hatte ich nur kurz ausprobiert. Es funktioniert und tut, was es soll. Das eigene Telefon lässt sich ebenfalls koppeln um Musik oder ordentliche Navigations-Apps zu nutzen.

Während der Fahrt liegt das Auto gut auf der Straße, die Geräuschkulisse ist ruhig, der Wendekreis schön klein und die Übersetzung flüssig. Die Beschleunigung ist völlig okay – laut Hersteller sind es 7,3 Sekunden auf 100km/h. Was in der Stadt völlig nichtssagend ist. Mir machte die Testfahrt in Hamburg Spaß.

Laut Hersteller liegt die Reichweite bei 425 Kilometern – in der App werden Akkuladungen für 150 bis 250 Kilometer angezeigt. Die Fahrzeuge lassen sich über Partnerschaften mit der Schwarz-Gruppe bei Lidl und Kaufland laden. Dies dauert 35 Minuten, wenn es schnell gehen soll.

Runden am Hafen (Quelle: WeShare)

Kosten

WeShare geht den gewohnten Weg und kostet 0,29€ pro Minute – egal ob fahrend oder parkend. Der Tagespreis liegt bei 58€ inkl. 100 Kilometer. Besonders ist das Angebot WeShare+. Für 9,90€ im Monat reduziert sich der Fahrpreis auf 0,19€ und ein Zwischenstop auf 0,05€ pro Minute. Auch der Tagespreis fällt auf 48€ bei 150 Kilometer. Es gibt auch hier einen Gratis-Monat.

Geschäftsgebiet

Von Beginn an lassen sich die Autos relativ weit durch Hamburg fahren. Über 100 Quadratkilometer erstreckt sich das Geschäftsgebiet von Osdorf bis ins Marienthal. Der Flughafen schließt den Norden ab, im Süden kommt man bis in die Hafen-City – leider nicht südlich der Elbe.

Nachhaltigkeit und Fazit

Auf der Webseite wirbt der Anbieter mit „Nachhaltigkeit“ und dem Ziel, das Autofahren in Zeiten des Klimawandels zu verändern. Ja, emissionsfreier Verkehr und Oköstrom sind gute Schritte. Natürlich ist das Prinzip Autofahren in der Stadt aber diskussionswürdig – bei Alternativen wie dem Fahrrad. Aber jeder Schritt in Richtung Veränderung ist wichtig. Deshalb freuen wir uns, dass es einen neuen Carsharing-Anbieter in Hamburg gibt.


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Moofer schaltet versteckte VanMoof-Funktionen frei

Hiroshi Kimura | Unsplash

Neben der Motorunterstützung schätze ich die technischen Features beim VanMoof S3. Über die App können verschiedene Unterstützungsstufen ausgewählt und die Schaltmomente verändert werden.  Das reicht aber nicht allen Fahrerinnen und Fahrern – und so veröffentlichte ein Niederländer die App Moofer, die versteckte Funktionen freischaltet und das Fahren noch angenehmer gestalten soll.

Hinweis / Disclaimer

Die App nutzt Schnittstellen, die eigentlich nur für Entwicklerinnen und Entwickler bereitstehen. So können Änderungen an der Konfiguration vorgenommen werden. VanMoof rät von der Nutzung ab, da die Leistung der Komponenten (Akku, Motor, Schaltung) beeinflusst wird. Außerdem darf auf einem VanMoof (wie auch jedem anderen E-Bike) nicht schneller als 25km/h auf öffentlichen Straßen gefahren werden.

Funktionsumfang

Auf Reddit meldete sich der Entwickler zu Beginn des Jahres und stellte eine Beta-Version der App Moofer vor. Seitdem gab es bereits einige Updates, die spannende Anpassungen erlauben:

  • Smart Speed kontrolliert die Motorunterstützung auf Basis der Durchschnittsgeschwindigkeit. So soll die Fahrweise interpretiert werden, um den manuellen Wechsel der Unterstützung zu verhindern.
  • Es lässt sich eine fünfte Unterstützungsstufe aktivieren, die dem Boost-Button entspricht. Also durchgehend auf voller Leistung beschleunigt – was Spaß macht, aber auch ordentlich den Akku und Motor beansprucht.
  • Es lassen sich Änderungen an der Regionseinstellung vornehmen. Dies wurde erst vor wenigen Monaten durch VanMoof verhindert, da ein E-Bike in Deutschland nicht mehr als 25km/h fahren darf – und auch keine entsprechende Option in der App zugänglich sein darf. Mit Moofer lässt sich der Motor auf bis zu 37km/h beschleunigen. Somit erlischt aber auch die Straßenzulassung.
  • Das VanMoof S3 hat eine Automatikschaltung, die nicht immer das tut, was sie soll. Über die App lässt sich das manuelle Schalten aktivieren. Über die Buttons am Lenker kann dann hoch- und runtergeschaltet werden.
  • Außerdem sind auch alle bekannten Funktionen (Sounds, Licht, etc.) der VanMoof App zugänglich.

Geplante Funktionen

Damit aber nicht genug. Der Entwickler plant noch weitere Funktionen, die den Fahrspaß steigern sollen. Die Unterstützung soll dynamisch über KI-Algorithmen angepasst werden. Der Lautsprecher soll für eine Navigation genutzt werden können. Und die App soll über GPS Strecken aufzeichnen.

Fazit

Ich finde es spannend, wie immer wieder Wege gesucht werden, um alle Funktionen von Gadgets zugänglich zu machen. Was beim iPhone schon immer ein Wettlauf zwischen Entwickler und Apple war (Jailbreak), könnte hier auch passieren. Denn VanMoof hat sicher Gründe, weshalb die Funktionen momentan nicht öffentlich zugänglich sind.

Viel kritischer sehe ich die Gefahr für Fahrerinnen, Fahrer und deren Umfeld. Es hat einen Grund, dass 25km/h das Limit in Deutschland ist. Wenige Radwege, rücksichtslose Verkehrsteilnehmer und die Gefahr der Selbstüberschätzung. Mit 37km/h durch Städte zu fahren, kann schnell übel enden.

Somit bewegt sich die App Moofer in einer rechtliche Grauzone, die aber gut aufzeigt, was Fans wollen: Immer wieder neue Funktionen. Jetzt auch bei E-Bikes.

Die App gibt es im Apple App Store und im Google Play Store. Sie kostet 5,50€.


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Das Ampler Stout im Test – ein unscheinbar sportliches E-Bike

Ampler

Anzeige – Uns wurde von Ampler die Möglichkeit angeboten, das Stout kostenfrei zu testen.

Bei meiner Suche nach einem passenden E-Bike bin ich über das Ampler Stout gestolpert – ein minimalistisches E-Bike aus Estland. Es wird als perfektes Rad zum Pendeln beworben und ich durfte es in Ruhe probefahren.

Lieferung & Aufbau

Großer Karton für ein schlichtes E-Bike

Langsam müssen sich die Nachbarn wundern, was die großen Pakete zu bedeuten haben. Und wo ich sie im Keller verstecke. Das Ampler Stout kann bequem über den Onlineshop konfiguriert und bestellt werden. Neben der Farbe – ich habe mich für das wunderschöne matte Kieferngrün-Metallic entschieden – kann man Zubehör wie Fahrradschloss oder Anhängerkupplung auswählen.

Die Lieferung erfolgt gewohnt per Spedition. Über einen einfachen Mechanismus entfernt man den Karton und das Fahrrad erblickt das Licht. Neben einer leicht verständlichen Anleitung wird auch eine schön gestaltete Werkzeug-Box mitgeliefert. Somit kann der Aufbau direkt erfolgen. Dieser gelingt problemlos, denn es muss nur der Lenker begradigt werden, die Pedale angeschraubt und die Höhe des Sattels angepasst werden. Keine separate Vorderrad-Montage wie bei VanMoof. Nur die Luftpumpe fehlte – daran sollte man denken.

Werkzeug und Schokolade – mehr braucht es nicht

Auf den ersten Blick erkennt niemand, dass es sich hierbei um ein E-Bike handelt. Das Ampler Stout ist minimalistisch schön und die Farbe eine Besonderheit. Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein, dass mich Menschen auf das schöne Design ansprechen und im nächsten Moment völlig überrascht sind, dass im Hinterrad ein Nabenmotor und im Unterrohr ein Akku verbaut sind.

Über das mitgelieferte Ladegerät wird das Rad mit Strom versorgt. Das dauert etwa 2-3 Stunden – eine kleine Leuchte am Sitzrohr zeigt den Ladestand an. Der Akku ist fest verbaut, weshalb man das Rad in die Wohnung oder Garage tragen muss. Parallel kann man sich die App herunterladen. Sie erlaubt die Konfiguration und verbindet sich per Bluetooth.

Einmal um den Block

Man sitzt aufrecht und bequem auf dem Rad. Sobald in die Pedale getreten wird, setzt auch die Motorunterstützung (250 Watt) im Hinterrad ein. Und das geschieht überraschend angenehm. Beim Ampler Stout ist ein Drehmomentsensor verbaut, der merkt mit wieviel Kraft beschleunigt wird. Dadurch kann der kaum hörbare Antrieb entsprechend anschieben. Es gibt zwei Stufen, die per App oder über den Hauptschalter ausgewählt werden können. Die niedrige Stufe unterstützt dezent. Die hohe Stufe bringt mich deutlich schneller auf die maximale Geschwindigkeit – was mir sehr gefiel. Einen Boost-Button wie beim VanMoof vermisse ich nicht, da das Rad gefühlt schneller beschleunigt. Sobald man bei 25km/h angekommen ist, schaltet sich der Motor kaum spürbar ab.

Das Fahrgefühl ist angenehm sportlich. Die Reifen federn Unebenheiten, die fehlende Federung war in der Stadt unproblematisch – auch Kieswege stellten kein Problem dar. Die Verarbeitung ist sehr gut. Nichts klappert, die hydraulischen Scheibenbremsen tun, was sie tun sollen. Und die 10-Gang-Schaltung gibt mir Flexibilität beim Anfahren oder an Steigungen. Auch wenn ich meistens in den höchsten Gängen gefahren bin, denn Hamburg ist nicht das hügelige Stuttgart. Es ist ein bisschen wie beim Autofahren: Schalten macht Spaß, auch wenn eine Singlespeed- oder eine Automatik-Schaltung bequemer ist, wenn man durch die Stadt fährt und auf zahlreiche Nebenschauplätze achten muss.

Das Licht wird über die App gesteuert und ist an der Vordergabel befestigt bzw. in der Sattelstütze integriert. Die Klingel wirkt – genau wie die offene Kabelführung – etwas einfach, was bei einem Preis von 2.490€ schade ist.

Das Ampler Stout kommt ganz ohne Schnickschnack aus

Der Alltagstest

Seitdem ich täglich mit dem Rad fahre, genieße ich die gewonnene Freiheit. Und das Ampler Stout gibt mir genau dieses Gefühl. Es macht Spaß einen Umweg zu nehmen und der Akku mit 336 Wattstunden begleitetet mich zwischen 50 und 80km – also wie vom Hersteller versprochen. Über die App kann ich jederzeit den Akkustand, aber auch Details zu meiner Tour ablesen. Ganze Routen können geplant werden – wobei ich persönlich hierfür Google Maps oder Komoot nutze.

Bei meinen Fahrten habe ich im Vergleich mit dem Vanmoof S3 nichts vermisst – anders zum Ende der Fahrt. Denn das Ampler Stout hat kein integriertes Schloss. Und auch keine Alarmanlage, die lautstark auf sich aufmerksam macht. Also braucht es ein gutes Schloss und bestenfalls eine Versicherung. Dafür fühlt es sich unterwegs durch das geringere Gewicht sportlicher an und kann einfacher in den Keller getragen werden. Der Gepäckträger ermöglicht Einkäufe oder größere Touren.

Die volle Kontrolle über einen Knopf

Ich hatte kein einziges Mal technische Probleme. Der Motor schnurrte gut abgestimmt und die Schaltung reagierte immer direkt. Sollte es doch einmal Schwierigkeiten geben, bietet Ampler eine zweijährige Garantie. Einziger Kritikpunkt: Die Kette ist ungeschützt, weshalb eine Wartung eher notwendig und auch die Hose schneller in Mitleidenschaft gezogen wird.

Im direkten Vergleich mit dem VanMoof S3 fühlt sich das Ampler Stout sportlicher an. Das liegt an den dünneren Reifen und dem Antrieb: Denn die Unterstützung orientiert sich am Drehmoment und kann so direkter reagieren. Beim VanMoof wird einzig die Geschwindigkeit als Grundlage herangezogen – so cruist man mehr durch die Straßen. Am Schluss ist es eine Geschmacksfrage.

Macht sich gut am Hamburger Hafen – das Ampler Stout

Mein Fazit

Ich hatte großen Spaß. Das E-Bike fährt sich angenehm, der Motor unterstützt passgenau und die Schaltung gibt mir Freiheiten fernab der ebenen Radwege. Das Design ist minimalistisch schön und der Akku hat eine gute Reichweite. Das vergleichsweise geringe Gewicht erleichtert das Tragen zur nächsten Steckdose. Die Bedienung am Rad und über die App ist einfach, die Verarbeitung sehr gut. Der Preis von 2.490€ ist ordentlich, aber lohnt sich, wenn man ein E-Bike ohne technische Spielereien möchte, das auch für Touren genutzt werden kann.


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E-Bikes einfach mieten – meine Erfahrungen mit eBike Abo

Paolo Chiabrando | Unsplash

Anzeige – Uns wurde von Rebike Mobility die Möglichkeit angeboten, das eBike Abo für drei Monate kostenlos zu testen.

Immer mehr Anbieter erleichtern den Einstieg in die E-Bike-Welt. In unserem Überblick haben wir bereits die Vorteile von Bikesharing und Abos beschrieben – jetzt wollen wir es ausprobieren und haben ein Rad bei eBike Abo bestellt.

Die Auswahl

Bereits im Vergleich wurde klar, dass hier keine Wünsche offen bleiben: Egal ob City- oder Trekking-Rad, Rennrad oder Mountainbike – die Auswahl ist groß und es gibt 22 Modelle, aus denen man wählen kann. Ein Assistent hilft zudem dabei, das richtige Fahrrad zu finden. Hierzu werden Fragen zum Untergrund, dem Einsatzzweck und der Ausstattung gestellt. Außerdem helfen Filter die Auswahl sinnvoll einzugrenzen. Ein Vergleich zwischen den Rädern einer Klasse wäre hilfreich, wenn man sich davor noch nicht informiert hat.

eBike Abo setzt auf Markenanbieter wie Ghost, Centurion oder Haibike – und bietet auch Fahrräder für Kinder oder große bzw. schwerere Menschen an. Die Räder sind neuwertig und haben einen maximalen Kilometerstand von bis zu 1.000 Kilometern. Interessenten finden zahlreiche Fakten in Datenblättern, ich hätte mir teilweise mehr Abbildungen oder auch Videos gewünscht, um ein Gefühl für die Räder zu bekommen. Aber es macht auch so Spaß durch den Katalog zu stöbern.

Da ich bereits ein Stadtrad besitze, wollte ich etwas Neues ausprobieren – hierfür eignen sich Abo-Modelle wie das eBike Abo. In meinem Freundeskreis gibt es zahlreiche begeisterte Rennrad-Fahrer und -Fahrerinnen. Deshalb zog mich diese Kategorie in den Bann und meine Wahl fiel auf ein Centurion Overdrive Road Z4000.

Die Qual der Wahl fiel bei mir auf ein E-Rennrad

Die passende Rahmengröße kann man über Größentabellen ermitteln – alternativ misst man die Schritthöhe, was per Video erklärt wird.

Die Preise

Je nach Mindestlaufzeit (3, 6, oder 12 Monate) variieren die Preise. Die Startgebühr zum Vertragsstart liegt bei 99 Euro, sofern man kein Jahresabo abschließt. Andere Anbieter sind teilweise günstiger, haben dann aber oft eine kleinere Auswahl oder lange Lieferzeiten. Hier gilt es zu vergleichen. Schätzt man eine große Auswahl, eine zügige Lieferung und unterschiedlichste Markenräder, ist eBike Abo die richtige Wahl. Das Abo verlängert sich, sofern man nicht spätestens ein Monat vor Ablauf der Laufzeit kündigt.

Es gibt die Möglichkeit, bereits ab 79 Euro pro Monat ein hochwertiges Marken-E-Bike zu mieten. Im Durchschnitt landet man bei etwa 129 Euro im Monat. Für ein Haibike Fully-Mountainbike bei einer Laufzeit von drei Monaten werden 219€/Monat fällig – der UVP liegt bei über 5.000 Euro. Im Mietpreis ist immer eine Versicherung inkl. Schutz gegen Verschleiß inkludiert. Auch Diebstahl, Sachschäden und notwendige Reparaturen werden übernommen – ein Anruf genügt. Die Rechnungen für Verschleißteile übernimmt der Versicherungspartner hepster.

Somit eignet sich ein Abo sehr gut, um Erfahrungen zu machen und herauszufinden, welches E-Bike zu den persönlichen Anforderungen passt. Oder man möchte jedes Jahr ein neues Modell fahren – auch das geht nun einfacher. Wer völlig begeistert ist, kann das Rad auch am Ende der Laufzeit mittels „attraktivem Kaufangebot“ übernehmen.

Die Bestellung

Die Bestellung ist simpel und in wenigen Schritten durchgeführt. Man entscheidet sich für ein E-Bike, wählt eine Laufzeit und hinterlegt seine Adresse. eBike Abo liefert innerhalb von Deutschland und Österreich per Spedition. Die Bezahlung geschieht monatlich über Kreditkarte oder Lastschrift.

Vorfreude – das Rad ist bestellt

Über das persönliche Konto lassen sich im Anschluss alle Bestellungen verwalten. Auch das laufende Abo kann später darüber verwaltet werden.

Die Lieferung

Die Bestellung geschah an einem Donnerstag. Nach genau fünf Tagen meldete sich die Spedition auf der hinterlegten Nummer. Sie war freundlich und flexibel bei der Auswahl des Liefertages. Hätte ich den frühesten Liefertermin gewählt, wären es sieben Werktage gewesen – also wie versprochen. Der Zeitraum am Liefertag war leider von 9 bis 17 Uhr – das ist in Homeoffice-Zeiten verschmerzbar, aber nicht ideal. Jedoch meldete sich der Fahrer etwa 30 Minuten vor Ankunft. Er war sehr freundlich, gratulierte zum neuen Fahrrad und stellte es vor der Haustür ab. Den restlichen Weg musste ich selbst meistern. Von meinem VanMoof war ich bereits gewohnt, wie Fahrräder angeliefert werden: Man braucht auf jeden Fall genügend Platz im Keller, denn der Karton wird auch für den Rückversand benötigt.

Es ist drin, was drauf steht – das Rad im großen Karton

Der Aufbau

Der Karton lässt sich ohne Hilfsmittel öffnen – darin befindet sich das Rad und zwei Zubehörkartons. Einmal rausheben, Polstermaterial entfernen, fertig – und ja, beim VanMoof war es irgendwie aufregender. Aber die inneren Werte zählen.

Bevor man losfahren kann, muss der Lenker justiert und die Pedale montiert werden. Dies wird alles in der beigelegten Anleitung beschrieben. Das benötigte Werkzeug wird mitgeliefert. Außerdem wird ein Schloss mit zwei Schlüsseln, ein Ladegerät und ein Berg an Informationen beigelegt – je nach Hersteller gibt es nämlich Anleitungen für das Rad, den Motor, die Schaltung, die Bremsen, und so weiter. Beim Schloss handelt es sich um ein massives ABUS-Schloss. Dieses ist aus versicherungstechnischen Gründen immer zu verwenden – sonst greift keine Diebstahlversicherung.

Der Aufbau gelang reibungslos. Bei meinem Rad ist der Akku entnehmbar und so konnte ich in bequem in der Wohnung aufladen. Einzig eine Luftpumpe war vonnöten, um die Reifen aufzupumpen. Fertig.

Startklar für die erste Tour – mein Rennrad für die nächsten drei Monate

Fazit

Die Auswahl ist groß und so findet man für jeden Geschmack ein passendes E-Bike. eBike Abo ermöglicht für einen überschaubaren Preis und innerhalb weniger Tage in den Genuss eines Fahrrads mit Motorunterstützung zu kommen. Die Lieferung lief freundlich und problemlos. Der Aufbau war einfach und das Rad in einem sehr guten Zustand. Ich freue mich auf die erste Tour.


Anzeige – Uns wurde von Rebike Mobility die Möglichkeit angeboten, das eBike Abo für drei Monate kostenlos zu testen.

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Leihen statt Kaufen – Bikesharing und E-Bike-Abos erobern Hamburg

Wolfram Bölte | Unsplash

Über die Vorteile eines E-Bikes haben wir bereits geschrieben – sie machen verdammt viel Spaß, verkürzen Strecken und sind gespickt mit technischen Spielereien. Kein Wunder, dass man sie überall sieht und viele über einen Kauf nachdenken – in Europa fast jeder Vierte. In Deutschland zählt der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) über 3,2 Millionen Fahrräder und E-Bikes, die im ersten Halbjahr 2020 verkauft wurden. Mit durchschnittlich 2.500 Euro ist ein E-Bike aber nicht gerade günstig, weshalb Alternativen zu einem Kauf interessant werden: Bikesharing und Abo-Modelle.

Bikesharing

Anbieter wie Free Now & BOND bieten maximale Flexibilität, indem Kunden und Kundinnen einzelne E-Bikes kilometerweise ausleihen können – zu einem stolzen Preis von 49 Cent/km. Auch der Anbieter Lime möchte 500 E-Bikes in Hamburg aufstellen. Für kurze Strecken ist Bikesharing bestimmt interessant – aber für den täglichen Weg zur Arbeit oder für Fahrten außerhalb des Geschäftsgebiets eignet sich dieses Angebot eher weniger. Niemand möchte durch den halben Stadtteil gehen und ein E-Bike suchen. Und auch die Kosten wären auf Dauer zu hoch. Zum Testen des Fahrgefühls eignet sich Bikesharing auf jeden Fall.

Free Now bringt E-Bikes von BOND nach Hamburg (Quelle: BOND)

Abo-Modelle

Alternativ lassen sich E-Bikes mittlerweile auch ausleihen – die Bezahlung geschieht monatlich und das Abo kann nach einer Mindestlaufzeit (oft drei Monate) wieder gekündigt werden. Dies erlaubt eine gewisse Flexibilität, um im Winter auf laufende Kosten zu verzichten oder nach einer gewissen Zeit ein neues Fahrrad ausprobieren zu können.

Mittlerweile gibt es immer mehr Anbieter, die E-Bikes verleihen. Swapfiets ist der bekannteste Hersteller, der mit blauem Vorderreifen aus Hamburg nicht mehr wegzudenken ist, in Berlin bereits E-Roller testet und auch ein E-Bike im Angebot hat. Dieses kostet 73 Euro im Monat plus einmalig 15 Euro – ist in Hamburg aber momentan nicht mehr verfügbar. Und mit Dance steht ein Anbieter in den Startlöchern, der innerhalb von 24 Stunden ein E-Bike liefern möchte – vorerst nur in Berlin für 59 Euro im Monat.

Das E-Bike erobert die Straßen (Quelle: Swapfiets)

Möchte man lieber die Auswahl zwischen unterschiedlichen Marken haben, sollte man vergleichen. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Laufzeiten, der Preis und die Lieferdauer. Außerdem liefern auch nicht alle Anbieter bundesweit oder sind in Hamburg vertreten. Deshalb hier ein kleiner Überblick:

ADAC e-Ride hat 11 Modelle im Angebot. Dabei handelt es sich um verschiedene City- und Mountainbike-Modelle, die ab 69 Euro pro Monat verfügbar sind und mindestens drei Monate gemietet werden müssen. Es handelt sich um Hersteller wie Electra, VanMoof oder Ghost. ADAC-Mitglieder erhalten einen Rabatt. Die einmalige Startgebühr liegt bei 98 Euro. Die Lieferzeit beträgt 7-10 Tage – das Rad muss dann bei einem der Partner abgeholt werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, das Rad jederzeit zu übernehmen.

eBike Abo hat eine große Auswahl mit 22 Modellen – vom City-Bike über Rennräder bis zu Mountainbikes. Dabei setzt man auf Markenanbieter wie Ghost, Centurion oder Haibike. Die Räder werden innerhalb von 7-10 Werktagen geliefert – die Startgebühr beträgt 99 Euro, sofern man kein Jahresabo abschließt. Das günstige Rad kostet 79 Euro pro Monat. Auch hier gibt es die Möglichkeit das E-Bike am Ende zu übernehmen.

Grover verleiht neben Smartphones auch drei E-Bike-Modelle, die alle eher für den Alltag geeignet sind. Ein Klapprad gibt es bereits für 50 Euro im Monat, die Mindestlaufzeit liegt ebenfalls bei drei Monaten. Geliefert wird innerhalb von 3-7 Werktagen – ganz ohne Servicegebühr.

OTTO Now bietet ebenfalls unterschiedlichste Technik an, darunter auch 30 E-Bike-Modelle. Vom City-Rad über Lastenrad und Mountainbike – meist von Fischer, aber auch von Prophete oder REX. Momentan sind nur 15 Modelle verfügbar, die innerhalb von einer Woche geliefert werden. Es gibt keine Servicegebühr und die Mindestlaufzeit liegt bei drei Monaten. Entscheidet man sich für eine Laufzeit von zwei Jahren, kostet das günstigste Rad etwa 60 Euro monatlich.

Rid.e bietet 14 Modelle an, u.a. City-Räder, Mountainbikes oder auch Lastenräder. Die Lieferung erfolgt bundesweit und kostenlos. Es gibt auch keine Startgebühr. Die monatlichen Kosten beginnen bei 69 Euro und die Mindestlaufzeit beträgt gerade einmal vier Wochen.

Zwischenfazit

Der Einstieg in die Welt der E-Bikes wird somit immer einfacher. Bikesharing erlaubt kurze Strecken oder Tagesausflüge. Abo-Modelle ermöglichen unterschiedliche Modelle zu testen und so das richtige E-Bike zu finden.

Wir haben vom Anbieter eBike Abo die Möglichkeit erhalten, für drei Monate ein Fahrrad auszuleihen. Beim Stöbern überzeugt die große Auswahl und da ich bereits länger neugierig auf Rennräder schiele, habe ich mir ein Centurion Overdrive Road Z4000 bestellt. Meine Erfahrungen teile ich, sobald das Fahrrad angekommen ist. Also in etwa einer Woche.


Dieser Artikel erschien auf lautlos.hamburg