Andreas Spiegler

Schreiben. Stolpern. Schluckauf.

Fragmente 🌱 April 2022

Frühling. Endlich. Mit dem Rad durch das Niendorfer Gehege und die Eidelstedter Feldmark. Ich mag unser neues Viertel und seine Umgebung. Hab das erste Mal ein Stammcafé. Versuche mein Gleichgewicht zu finden. Irgendwo zwischen Ukraine, Pandemie, Klimakrise und den eigenen Gefühlen. Und es klappt. Schritt für Schritt. Mit kleinen Routinen.

Abends in der Eidelstedter Feldmark

Freitag reduziere ich Arbeitsstunden. Habe mit Tennis begonnen. Anfänger sein. Über den Platz rennen. Ansagen vom anderen Ende des Sandplatzes. Ein bisschen wie früher im Sportunterricht. Tut gut, etwas neu zu lernen. Ich akzeptiere Stolpern. Und übe mich im Aushalten von Gefühlen. Bin dankbar für Svenja und meine Freunde. Sie hören mir zu. Nehmen mich in den Arm. Geben mir das Gefühl, dass ich ausreiche. Und an immer mehr Tagen bin ich davon überzeugt. 💙

Alles in Ordnung. In bester Ordnung.
So normal, wie es nur sein kann.

Die Orsons

In meinem Umfeld beschäftigen sich viele mit dem Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben. Work-Life-Balance. Doch was wäre, wenn es zwei voneinander getrennte Leben wären. Die Serie Severance setzt sich damit auseinander. Arbeit nach Auftrag – ohne genau zu wissen, wofür. Klick. Abends müde daheim. Ein Chip im Kopf verhindert, dass Fragmente der Arbeit den Weg ins Private finden. Und umgekehrt. Zwei Welten.

Großartig gespielt zog mich Bild und Musik in dieses Spannungsfeld aus Funktionieren und Einsamkeit. Und ich würde lügen, wenn mir nicht einige Parallelen zu meiner Konzernzeit bitterlich ins Auge stießen. Beklemmend aktuell und absolut sehenswert. 📺


Ein beklemmendes Gefühl kann sich auch einstellen, wenn die Abkürzung NFT in Tweets und Newslettern meinen Blick anzieht. Ja, auch ich habe mir YouTube-Videos angeschaut, die enorme Renditen versprechen. Ja, ich habe mir gelangweilte Affen angeschaut und mich versucht zu überzeugen, dass dies die Zukunft von Kunst sein könnte. Klappte nicht. Aber ich glaube daran, dass diese neuen Technologien einen Platz finden werden. Einen Platz, den wir nun schrittweise finden müssen. Und ich würde mir wünschen, es gäbe mehr Artikel über Experimente – abseits von Revolutionen und Disruptionen. Gregor Schmalzried hat einen starken Artikel zum Thema zum Krieg der extremen Meinungen geschrieben. Und wie Web3-Optimismus für ihn aussieht. 🦧


Auch bei brand eins probieren wir momentan viel aus. Sitzen in bunt-gemischten Runden mit unterschiedlichsten Unternehmen zusammen. Sprechen über unsere Perspektive auf gemeinsam identifizierte Spannungen und Fragestellungen. Und daraus ergeben sich interessante Angebote. Mit jedem Gespräch und Austausch frage ich mich mehr: Warum immer alles selber machen? Wenn es da draußen Menschen gibt, die ihre Stärken und Erfahrungen einbringen können und möchten. Diese lassen sich bündeln. Und mit Nutzerinnen und Nutzern weiterentwickeln.

Ein solches Angebot kann zum Beispiel eine Werkstatt sein. In der Erfahrungen miteinander diskutiert werden. Und Buzzwords hoffentlich ihre Oberflächlichkeit genommen bekommen. So jedenfalls der Plan für den ersten Schritt. Denn es ist ein Prozess. Der nicht nur das Angebot, sondern auch die Organisation immer weiter hinterfragt.

Passend dazu kann ich das wunderbare Zine „Work in Progress“ von Johannes Klingebiel empfehlen. Es beschreibt seine Erfahrungen aus drei Jahren Arbeit im Innovationsteam der Süddeutschen Zeitung. Und wieder ein Beispiel dafür, dass alleine das sich einstellende Gefühl „Ich bin nicht alleine“ so verdammt wertvoll sein kann. 🙏


Gefühlt war dieser Monat voller befreiender Gefühle. Kleiner Erfolgsmomente, die nach den letzten Monaten bitter notwendig waren. Ich glaube, die Nebensaison ist hiermit beendet.

Kommt gut durch den Mai. ☀️

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Rückblick. 2021.

Optimistisch blickte ich im letzten Jahr auf 2021. War doch die gesamte Gesellschaft durch die Pandemie zerrüttet und auf die Probe gestellt worden – es konnte nur besser werden. Ich sehnte mich wieder nach Leichtigkeit. Nach mehr Rücksicht und Miteinander.

Leider kam es anders. Die Impfung gegen Corona wurde als lieb gemeintes Angebot kommuniziert. Die benötigte Infrastruktur brauchte lange, wurde dann wieder viel zu früh abgebaut. Eine kleine Randgruppe hält das ganze Land auf. Sie spaziert durch die Städte, radikalisiert sich und teilt fleißig Missinformationen. Wir schenken ihnen immer noch unsere kostbare Zeit und Aufmerksamkeit. Und plötzlich hinkt Deutschland im EU-Vergleich hinterher. Vielleicht ging es uns einfach zu lange zu gut? Starr und veränderungsfaul. So empfinde ich die aktuelle Situation. Der Pflegenotstand trifft uns alle irgendwann. Es werden keine gerechten Gehälter bezahlt, Angestellte verlassen die Branche – zu groß ist der Druck von außen, zu gering der Dank. Das Mittelmeer ist ein Massengrab. Europa schaut zu und sichert seine Grenzen. Wir können mittlerweile hautnah beobachten, was der menschengemachte Klimawandel bewirkt. Die Politik bleibt distanziert und nebulös – bloß keine unpopulären Entscheidungen treffen. Risikovermeidung. Und somit Stillstand. Obwohl innerlich alles tobt. Wackelt. Ächzt.

😴

Es macht mich so verdammt müde. So viele Stunden diskutiert. So oft grübelnd im Bett gelegen. Unfassbar viele Informationen versucht zu verstehen und zu verarbeiten. Sätze werden verdreht. Worte gebrochen. Möchte an immer mehr Tagen verstummen. Durchatmen. Ausmisten.

Dabei helfen mir verschiedene Dinge. Nach über zehn Jahren bin ich umgezogen. Mehr Platz und näher an der Natur. Versuche Arbeitsstunden zu reduzieren. Mache eine Psychotherapie, um Muster zu verstehen. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) und Akupunktur wirken gegen meine Autoimmunerkrankung.

😍

Und trotzdem versinke ich dann wieder in irgendwelchen Streams. Verfolge Diskussionen. Verdopple meine Bildschirmzeit. Jahr für Jahr die selbe Schleife. Obwohl mir doch klar ist, dass Ausflüge in die Fischbeker Heide oder nach Rügen die Phasen sind, die mich wieder zum Grinsen bringen. Spaziergänge und Telefonate mit Freunden. Hand in Hand mit Svenja. Nicht der zehnte Faktencheck und die zwölfte Debatte.

🙃 – Bild: Jonas Boy

Schaue ich auf meinen Medienkonsum, so ist meine Stimmungslage noch besser nachvollziehbar. Musikalisch haben mich Maeckes, Ahzumjot, Audio88 & Yassin, Danger Dan, Dexter, Weekend und natürlich Fatoni begleitet. Sie alle schaffen es, auf kluge Art und einer Portion Wut mit den großen Themen umzugehen – trotzdem werden 452 Stunden Musik auch ihre Auswirkungen auf mich haben.

Auch meine Podcastauswahl war nicht wirklich leichte Kost: „Apokalypse & Filterkaffee“ und „Quarks Daily“ für das Tagesgeschehen, ansonsten einige Story-Formate wie „Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?“ oder „190220 – Ein Jahr nach Hanau“. Aber auch fiktive Geschichten wie „Lynn ist nicht alleine“.

Für eine gewisse Portion Zerstreuung sorgten Serien wie „The Office“ oder „Jerks“ – stumpfer Humor. Die erste Staffel von „Lupin“ gefiel mir auch gut. Genau wie „Tenet“. Ertappe mich aber immer öfter dabei, gute Formate aus den Mediatheken zu schauen: „Kranitz“, „Chez Krömer“ oder „ZDF Magazin Royal“. Aber: Es scheint sich eine gewisse Müdigkeit abzuzeichnen. Ist der Höhepunkt an Auswahl und Vielfalt erreicht?

Seit einigen Monaten liegt das Buch „Digital Minimalism“ auf meiner Kommode. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie ein gesunder Umgang mit Medien aussehen kann. Die letzten beiden Corona-Jahre in Kombination mit meinen vollen Merklisten und einer Angst, wichtige Dinge zu verpassen, führen dazu, dass ich im kommenden Jahr aussortieren muss. Was und wer tut mir noch gut? Und wo ziehe ich meine Grenzen? Worüber möchte ich nicht mehr debattieren? Ich bin nicht dogmatisch. Denke nicht, dass etwas Fluch oder Segen ist. Gut oder schlecht. Richtig oder falsch. Aber es gibt Standpunkte und Verhaltensweisen, die zu weit gehen. Dass ich diese Meinungen beeinflussen kann, bezweifle ich mittlerweile. Also muss ich bestimmte Schlachtfelder hinter mir zurücklassen. Auch kann ich nicht jede Debatte nachvollziehen, weil mir die Informationen fehlen oder ich nicht betroffen bin. Das bedeutet aber im selben Moment auch, dass ich offen und ehrlich zugeben muss, dass es zu viel ist. Und das ist okay. 🤗

Alles wird gut.

In mir brodelt es. Merke, wie jeder Tag ein Schwanken zwischen Zufriedenheit und Wut ist. Würde gerne anders auf das reagieren, was um uns herum passiert. Anders reagieren auf das, was es mit mir anstellt. Muss es aushalten. Mich dazu zwingen, Dingen aus dem Weg zu gehen. Und akzeptieren, dass ich auch verzweifelt sein darf. Traurig sein muss.

Gehört alles dazu. Gehört alles zu mir. Zu uns.

Ich wär gerne voller Zuversicht.
Jemand, der voll Hoffnung in die Zukunft blickt.
Der es schafft, all das einfach zu ertragen.

Kummer

Fragmente 😌 September 2021

Es ist Feiertag. Draußen rauscht der Wind und drinnen trocknen die Wanderschuhe. Es ist unser erster richtiger Urlaub in diesem Jahr. Zehn Tage Rügen. Verwuschelte Haare. Pommes auf die Hand. Endlich wieder Meer. 🌊

In Hamburg stapeln sich währenddessen die Umzugskartons, denn nach 10 Jahren steht endlich eine Veränderung an. Wir bleiben Hamburg und Eimsbüttel treu – fanden aber ein bisschen mehr Platz. Die Vorfreude steigt genau wie die Nervosität. Aber bis dahin sind es noch ein paar Tage.


Die Ruhe in Rügen tut verdammt gut, waren die letzten Tage doch unfassbar aufregend. Zum ersten Mal durfte ich als Wahlhelfer unterstützen und in den Messehallen Hamburg ein Briefwahlbezirk auszählen. Es fühlte sich ein bisschen wie Klausurenphase in der Schule an. Alle aufgeregt und darauf bedacht, alles richtig zu machen. Ja, es gibt einiges nachzubessern: Wer darf wählen? Wozu alles auf Papier? Ist der Bundestag nicht viel zu groß? Warum wählen Menschen die AfD oder dieBasis? Trotzdem bin ich froh in einer solchen Demokratie zu leben. Und ich bin auch froh, dass die große Koalition ein Ablaufdatum hat. 🚦


Für eine Autoimmunerkrankung wie Alopecia Areata gibt es kein greifbares Ablaufdatum, aber auch hier geschehen kleine Veränderungen. Nach der Einsicht, dass dieser Warnschuss ernstgenommen werden muss, habe ich einige Dinge angestoßen. So war ich die letzten Wochen regelmäßig in einer Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und bekam einen anderen Blick auf meine Situation: Haare fallen aus, wenn die Körpermitte leidet. Wenn der Körper erschöpft ist und nicht die richtigen Dinge erhält. So änderte sich meine Ernährung (drei warme Mahlzeiten, kaum Süßigkeiten dafür frisches Obst, gedünstetes Gemüse, viel Reis und Getreide anstatt Nudeln, wenig tierische Produkte, Defizite durch Nahrungsergänzung ausgleichen) und Yin Yoga zum Ausgleich nach anstrengenden Tagen. Überhaupt: Bewegung und Natur tun mir verdammt gut!

Eine regelmäßige Akupunktur hilft zudem die Kopfhaut zu durchbluten. Und tatsächlich bilden sich an manchen Stellen wieder neue Haare. Ich bin mitten im Prozess, verliere zum Beispiel gerade eine Augenbraue, aber ich versuche die Phase zu akzeptieren, die verwunderten Blicke zu ignorieren und offen mit dem Thema umzugehen. 👨‍🦲


Offen mit unterschiedlichsten Phasen und Gefühlen umzugehen, das genieße ich bei guten Podcasts. Hazel Brugger spricht mit ihrem Mann Thomas Spitzer in „Nur Verheiratet“ über ihre Beziehung, die Arbeit und ihre Liebe. Sehr ehrlich und liebevoll.

Bei Patreon haben die Beiden bereits seit langer Zeit einen Podcast und teilen dort auch fleißig Videos aus ihrem Leben. Damit sind sie sehr erfolgreich – und können nebenbei die Formate umsetzen, auf die sie Lust haben. Ganz ohne großen Sender im Hintergrund. 🎙


Müsste ich Musik für eine einsame Insel auswählen, so wäre Casper auf jeden Fall dabei. Seine Musik begleitet mich bereits viele Jahre – irgendwas zwischen Melancholie, Aufbruch und Adrenalin. Im Februar 2022 kommt sein neues Album. Die erste Single ist bereits veröffentlicht. Gänsehaut.

Wie gut Melodien und Texte die eigene Wirklichkeit begleiten können. Oder Unterschlupf bieten – ein kleines Rettungsboot. Und jedes Boot sieht anders aus. Olli Schulz kennt sich mit Musik (und Booten) aus. Er war für den NDR in Deutschland unterwegs, um Musikgeschmäcker und die Beziehung zu Musik zu dokumentieren: Sounds of Germany. Sehr sehenswert! 🎧


Nicht nur wegen der Bundestagswahl war Twitter in den letzten Monaten das Netzwerk, welches ich sehr intensiv nutze. Ja, ich habe mich schon oft über die Schnelligkeit, den Spott und die Dynamiken aufgeregt. Aber Ausmisten und aktives Blockieren machte daraus einen überraschend-guten Stream. Ich fühle mich wohl in meiner Blase, auch wenn sie mich manchmal schüttelt. Lache über gute Beobachtungen und entdecke spannende Artikel.

Einzig die Masse an Tweets kann überfordern, weshalb ich zukünftig meine persönlichen Twitterperlen des Monats sammeln werde. Als kleine Zugabe.

Habt einen schönen Oktober 🍂 Wir gehen jetzt ans Wasser.

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Ach du schönes Hamburg 🚢

Seit 10 Jahren wohne ich in Hamburg. Ein Schwabe, den es nie in die Hauptstadt zog. Dafür in die Hansestadt. Helm auf, Vollgas, Elbtunnelblick. Noch immer kein großer Fan vom Regen-Grau und Wind, doch sehr dankbar für diese schöne Stadt. Kommt Besuch, führe ich diesen gerne durch die Viertel. Vorbei an bekannten Ecken zu meinen Lieblingsorten. Dabei trage ich immer eine kleine große Liste mit mir herum. Anlässlich meines Hamburg-Jubiläums will ich diese teilen.

Empfehlungen sind immer noch willkommen. Und danke Svenja, Nadine, Johannes, Nicolas und Peter für Tipps & Ergänzungen.

Hamburg 101 – die Standards

Rauf auf die Michaeliskirche („Michel“) und runterschauen. Spazieren an den Landungsbrücken mit Blick auf den Hafen und seine Kräne. Gisbert auf den Ohren. Zu Fuß oder mit dem Rad durch den alten Elbtunnel und auf der anderen Seite mit einer Spezi sitzen und schauen.

Abstecher durch die Speicherstadt. Klinker-Fassaden. Durch die HafenCity rüber zur Elbphilharmonie – einmal auf die Plaza.

Mit dem Rad durch die Altstadt zum Jungfernstieg. Eis in die Hand und auf die Binnenalster schauen. Wer Zeit hat, genießt die Außenalster (7,4km langer Rundweg). Vorsicht vor Fahrrädern und Sportskanonen.

Vor dem Rathaus stehen und staunen. Kann man auch reingehen. Kleiner Abstecher zum Neuen Wall und breite Schränke vor teuren Läden angrinsen. Danach eine kleine Zeitreise ins Gängeviertel.

Zum Schluss durchatmen im Planten un Blomen. Da gibt es neben viel Grün auch Wasserspiele, Schaugewächshäuser, Minigolf und eine Rollschuhbahn. Wer es bunt und dreckig mag, schlendert nochmal über die Reeperbahn, wenn die Sonne untergeht. Gute Nacht.

Blick auf die Binnenalster am Abend

Kleine Ausflüge

Wer Sand unter den Füßen haben möchte, fährt zum Elbstrand. Hin geht es mit der Hafenfähre 62 von den Landungsbrücken bis Övelgönne. Dann einfach am Wasser oder der Promenade entlang. Etwas ruhiger ist es am Rissener Ufer mit Leuchtturm und einem schönen Campingplatz – lecker Pommes und Superhelden. 🦸‍♀️

Verwinkelte Gassen mit Blick auf die Elbe gibt es im Treppenviertel Blankenese. Hirschpark und Süllberg laden zum Durchatmen ein.

Bei spontaner Lust auf Grillen oder Minigolf wird man im Stadtpark glücklich. Ein Naturbad und eine Verleihstation für Boote bringen Abwechslung in sonnige Tage. Regnet es, kann man sich im Planetarium zurücklehnen – hier gibt es neben dem Blick in die Sterne auch vertonte Hörspiele und Musikreisen.

Sind die Beine müde, so setze ich mich in die U3 und fahre im Kreis. Sie fährt durch das schöne Eppendorf, am Stadtpark entlang, über den Osten zum Hafen und der Reeperbahn. Jederzeit kann man rausspringen und auf Entdeckung gehen. Die Runde dauert etwa 40 Minuten.

Lange nicht gekannt, ist der Jenischpark mittlerweile einer meiner Lieblingsorte. Das ehemalige Privatgut (einer sehr reichen Familie) ist zu Teilen Naturschutzgebiet und eine kleine Oase in Hamburg. Ein schönes Café und Museum laden zum Verschnaufen ein.

Wer lieber am Wasser sitzt oder Lust auf einen Sprung in die Elbe hat, schnappt sich das Rad und fährt zur Dove Elbe. Von der Speicherstadt führt der Weg am Kanal entlang – vorbei am Deich und Wasserpark.

Eine Runde mit der U3

Schöne Orte

Der für mich wichtigste Grund in einer Stadt zu wohnen. An jeder Ecke ein neues Café und neue Geschmäcker. Kulinarische Vielfalt. Treffpunkt mit Freunden. Menschen-Beobachtungs-Orte.

Restaurants 🍕

  • Trattoria 500 – ein toller Italiener in St. Pauli.
  • Slim Jims – Pizzabude direkt auf der Sternschanze.
  • O-ren Ishii – Vietnamesische Küche, die immer etwas ausprobiert.
  • Ottos Burger
  • Zum Spätzle – wenn das Heimweh groß ist: Kässpätzle und Maultaschen.
  • Delikatessen des Meeres – toller Mittagstisch bei Lust auf Fisch.
  • Via Vai – Pizza. Pizza. Auf die Hand.
  • Klinker – gehobene Deutsche Küche. Als Tapas.
  • Lawaii Poké Powl
  • Ramen Bar Zipang
  • Leche de Tigre – Cevicheria & Peruanische Küche.
  • Das Peace – Türkische Küche. Ordentlich Fleisch.
  • Corfu Grill – Fleisch. Fleisch. Ouzo.
  • Azeitona – vegane Küche zum Reinlegen.
  • Happenpappen – nochmal vegan. Nochmal lecker.
  • raw like suhsi – Sushi. Überraschung. Probieren viel aus.
  • Ban Canteen – Vietnamesisch. Burger und Bun Bo.
  • Matsumi – Japanische Küche. Sehr authentisch.
  • Maharaja – Indisch. Trubelig. Freundlich.
  • NENI – schöner Laden mit Israelischem Essen & tollem Cheesecake.
  • Karlsons –leckere Köttbullar und Gurkensalat.

Immer wieder neue Tipps teilt DIE ZEIT.

Cafés & Eisdielen 🍦

  • Pastelaria Transmontana – Menschen beobachten und lecker Toast essen.
  • Luicella’s Ice Cream
  • AENDRÈ – nachhaltig und regional. Vegan.
  • Klippkroog
  • Oehlers Eispatisserie – das beste Eis in Hamburg.
  • Elbgold – Startpunkt für jeden Schanzen-Spaziergang.
  • Balz & Balz – Kuchen. Kaffee. Magazine.
  • Lüttliv
  • Entenwerder1 – direkt an der Elbe.
  • Nasch – veganer Kuchen. Und Mittagstisch.
  • Lowinsky’s NY Coffee – lecker Cheesecake.
  • Eclair au café – tolle Französische Bäckerei.
  • Frau Larrson – Schwedische Kuchen.
  • hejpapa
  • Strandperle – Füße im Elbstrand und Weinschorle in der Hand.
  • Milch – beste heiße Schoki.
  • Glück und Selig

Bars & Kneipen 🍺

  • Boilerman Bar – Highballs und Musik. Nicht mehr. Nicht weniger.
  • Drilling – tagsüber Café und abends Bar. Heimat des Clockers Gin.
  • Altes Mädchen – Wer Bier mag, wird es hier lieben.
  • Sofabar – es gibt Sofas und Getränke. Gut oder?
  • Ponybar – direkt im Univiertel. Mit Kicker und kleiner Bühne.
  • Möwe Sturzflug – gute Auswahl an Getränken. Zum Versacken.
  • Saal II – direkt auf dem Schulterblatt und trotzdem charmant.
  • Central Congress – auf den ersten Blick ein Konferenzraum der 70er.
  • Knust – auch ohne Konzerte eine schöne Bar.
  • Berliner Betrüger – laut und lebendig.
  • Aurel – direkt in Ottensen Leute beobachten oder bisschen tanzen.

Ein bisschen Kultur und laute Musik 👩‍🎤

  • Savoy Kino – schönstes Kino in Hamburg. Viele Filme im Original.
  • Deichtorhallen – Kunst und Ausstellungen. Nicht abgehoben.
  • Kampnagel – unterschiedlichste Kultur-Veranstaltungen.
  • Thalia Theater
  • Bucerius Kunstforum – Kunschd.
  • Museum für Kunst und Gewerbe
  • Laeiszhalle – wunderschönes Gebäude. Und gute Veranstaltungen.
  • Bernsteinbar – Rap. RnB. Soul.
  • Molotow – schöne Konzertlocation.
  • Übel&Gefährlich – Lärm im Bunker.
  • Nachtasyl – Theaterbar.
  • Mojo – legendäre Location an der Reeperbahn.
  • Frau Hedi – schwimmendes Tanzkaffee.
  • Prinzenbar – Indie, Rock und Techno.
Klein und Groß auf der Sternschanze

Zugabe für ein Lächeln im Gesicht

Nicht alles lässt sich in Schubladen einordnen. Macht das Leben in Hamburg aber nochmal ein Stückchen schöner:

Mit gebrannten Mandeln über den DOM spazieren. Vorbei am Autoscooter und den Banden aus der Vorstadt.

Tanzen auf dem Dockville. Egal ob große Bühne, unter Bäumen oder vor dem easy Kisi.

Mit dem Kanu oder Tretboot durch die Alsterkanäle.

Die Zeit der Kirschblüte an der Alster. Entweder am Ufer oder vom Wasser.

Spezi und Pommes am Altonaer Balkon mit Blick über den Hafen.

Auch wenn ich kein großer Fan der Reeperbahn bin – das Reeperbahn Festival treibt mich auch auf die sündige Meile. Überall Musik und Essen. Was will man mehr? ❤️

Durchatmen im Stadtpark

Du bist auf der Suche nach Empfehlungen? Geheimtipp Hamburg, Mit Vergnügen Hamburg und kiekmo versorgen dich mit Nachschub, sobald meine Liste abgearbeitet ist. Viel Spaß in Hamburg ✌️