Andreas Spiegler

Schreiben. Stolpern. Schluckauf.

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Musik auf den Ohren. Grinsen im Gesicht.

Mich erwischt man selten ohne Musik. Sie begleitet mich durch jeden Tag. Kopfhörer auf den Ohren und der Lautsprecher in der Dusche. Möchte ich mich an Dinge erinnern, dann scrolle ich durch meine Musiksammlung. Jede Phase hat ihre Lieder. Erkenne sie an ihren Interpreten. Jeder Beat löst andere GefĂŒhle in mir aus. GĂ€nsehaut. SĂ€tze, die fĂŒr immer im Hinterkopf schlummern werden. Mir Halt in jeder Situation schenken. Schon frĂŒher im Kinderzimmer, wenn man noch nicht wusste was mit einem passiert. Um einen herum verĂ€ndert sich alles – und Musik half es zu verstehen. Zu ordnen. Sie lĂ€sst alles intensiver empfinden. Möchte ich strahlen, so macht sie das Grinsen breiter. Möchte ich weinen, so reichen bestimmte Textzeilen. Musik ist immer so, wie ich es brauche. Gibt mir das GefĂŒhl nicht alleine zu sein.

Curse ist einer dieser KĂŒnstler, der mich seit Jahren begleitet. Er hat selbst so viele Phasen durchlebt. Und stets diese Momentaufnahmen in Lieder gepackt. Manchmal frage ich mich, ob das KĂŒnstlern bewusst ist. Wie ihre SĂ€tze kleine Menschen wie mich beeinflussten. Mich dazu brachten mit Neugierde nach da draußen zu gehen. Mir Mut gaben, wenn ich am Boden lag. Mich aufbauten und zum Tanzen brachten. Alleine. Oder mit Herzmenschen. DafĂŒr bin ich sehr dankbar.


An Weihnachten durchwĂŒhlte ich meine Musiksammlung. Bin auf eine Zeitreise gegangen. Habe Melodien gesammelt, die mich zum Grinsen brachten. Es teilweise noch heute tun. Und stĂ€ndig kommen neue Lieder dazu. VerĂ€ndern mich. Beat fĂŒr Beat. Das ist meine Playlist.

Musik, die mich mein ganzes Leben begleitet. Mit einem Grinsen im Gesicht.

3 Dinge, die ich gerade ĂŒber mich lerne

Eigentlich sollte hier eine neue Folge meines Podcasts-Experiments verfĂŒgbar sein. Eigentlich sollte ich darin auf drei Dinge hinweisen, die mich begeistert haben. Etwas mit mir angestellt haben. Aber hier findet ihr nur einen wirren Text mit Gedankenfetzen. Mit drei Dingen, die ich vor Augen gefĂŒhrt bekomme. Und die ich mir zu Herzen nehmen muss.

Ich habe nicht unendlich viel Kraft. Der Alltag hat wieder begonnen und so drehen sich die RĂ€dchen wieder. Projekte aus dem Vorjahr werden fortgesetzt und stoßen neue Ideen an. Freunde sind zurĂŒck in Hamburg und ich möchte sie sehen. Mit ihnen Zeit verbringen. Möchte Hand in Hand mit Svenja durch Hamburg spazieren. Und auch selbst den Kopf frei bekommen. Vielleicht zum Sport. Vielleicht eine neue Serie. Ich muss aber wieder feststellen, dass nicht alles geht. Ich Menschen vergesse oder mich selbst hier und da vernachlĂ€ssige. Ich hab nicht unendlich viel Kraft. Und deshalb brauche ich auch Zeiten, in denen ich nichts Neues beginne. Mir Raum zum Verschnaufen gebe.

Es kann nicht alles perfekt werden. Auch wenn man immer wieder gesagt bekommt, man kann alles schaffen. Alles lernen und durch viele Versuche zur Perfektion kommen, so trifft das nicht auf alles zu. Beziehungsweise man kann nicht in jedem Feld perfekt werden. Ich dachte, ich nehme diesen Podcast einfach nebenbei auf. Wie eine Sprachnachricht, die ich einem Freund sende. Aber dann verspreche ich mich und lösche die Aufzeichnung. Ich verliere mich in einem Gedanken und fange an meine SÀtze vorzuformulieren. Möchte es richtig machen. Gut machen. Irgendwie auch perfekt. Aber das geht nicht.

Ich brauche einen Austausch. So schön der Gedanke einer Sprachnachricht in Form eines Podcasts ist, so sehr fehlt einem der Austausch. Wenn ich mit jemandem spreche, dann erfahre ich eine Reaktion. Ich sehe im Blick oder höre in der Stimme was meine Gedanken auslösen. Bei einem Podcast bin ich alleine. Rede mit meinem Handy und teile es dann mit der Welt. Es hören ĂŒberraschend viele Menschen, aber am Ende bleibe ich damit alleine. Und wĂ€hrend mir Schreiben beim Reflektieren hilft und es mir Spaß macht mit Worten und SĂ€tzen zu spielen, so setzt mich eine Audioaufnahme unter Druck. Der fehlende Austausch fĂŒhrt dazu, dass der Druck nicht verschwindet.

Deshalb gibt es heute keine neue Folge. Vielleicht versteht ihr weshalb. Ich werde nun lesen. Spazieren und Elefanten schauen.

Habt ein schönes Wochenende. đŸ€—

3 Dinge | Folge 1 – Organised Love. Abschiednehmen. Essen als Religion.

Ein frohes neues Jahr und vielen Dank fĂŒr das tolle Feedback zu Folge 0 meines Podcast-Experiments 🎉 Los geht’s: Jede Woche möchte ich euch auf drei Dinge hinweisen, die mich bewegten. Mich zum Grinsen brachten. Etwas mit mir anstellten.

In dieser Folge geht es um organisierte Liebe. Um Abschiednehmen. Und Essen, das immer mehr zur Religion wird. Lasst mich gerne wissen, wie euch die Folge gefallen hat.

Viel Spaß beim Hören von Folge 1:

Shownotes

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Wenn ihr keine Folge verpassen wollt, dann folgt mir gerne ĂŒber die App Anchor – so könnt ihr mir auch Sprachnachrichten schicken, die ich in einer der kommenden Folgen aufgreifen werde. Alternativ findest du den Podcast auch bei SpotifyAppleGoogle oder per RSS.

3 Dinge | Folge 0 – Schreiben. Stolpern. Schluckauf.

Willkommen bei 3 Dinge. Dies ist ein Podcast-Experiment, das mir dabei helfen soll neue Themen zu entdecken und darĂŒber zu sprechen. Jede Woche teile ich drei Dinge, die mich begeisterten. Mich zum Staunen, Lachen oder Weinen brachten. Die es wert sind darĂŒber zu sprechen.

Dies wird kein professionell aufgezeichneter Podcast, sondern ein persönlicher Austausch. Eine Sprachnachricht zum Ende der Woche. Ihr werdet mich aufgeregt stottern hören und merken, dass mir die Worte „vielleicht“ und „irgendwie“ helfen um Pausen zu fĂŒllen. Lasst mich trotzdem wissen, was ihr von der Idee und deren Umsetzung haltet.

Der Podcast wurde komplett ĂŒber die App Anchor aufgezeichnet, mit dieser könnt ihr mir folgen und auch Sprachnachrichten an mich senden. Alternativ findest du den Podcast auch bei Spotify, Apple, Google oder per RSS. Alle Folgen sind im Archiv unter andreas-spiegler.de/3dinge.

In der Folge 0 soll es um mich gehen. Und drei Dinge, die ihr ĂŒber mich wissen solltet. Viel Spaß beim Hören. 👇

Shownotes

RĂŒckblick. 2018.

Blick ins GrĂŒne. Kindheitserinnerungen. Sitze in meinem alten Zimmer und schreibe Zeile fĂŒr Zeile. Hab hier schon so viele Gedanken versucht zu greifen und zu begreifen. Stolpere durch die Jahre. Höre alte Musik. Lese meine Gedichte und Kurzgeschichten. Setze alte Filme auf die Watchlist. Dieses Jahr war das Schnellste. Umso krĂ€ftiger drĂŒcke ich nun auf die Bremse. Versuche wieder meine Geschwindigkeit zu finden.

Wir haben unseren Rhythmus gefunden. Haben die eigenen vier WĂ€nde eingerichtet. Leseecke. Fotowand. Unsere Gesichter strahlen, wenn abends das TĂŒrschloss springt. Mussten aber auch raus. Ins GrĂŒne. Ans Meer. Zeige dir SĂŒddeutschland. Vom Schwarzwald an den Königssee. Wandern im Kleinwalsertal – wie vor 18 Jahren mit der Grundschule. Bin das erste Mal ĂŒber den großen Teich geflogen: Im Cable Car durch San Francisco – zwischen Armut und Yuppies. Oben ohne auf dem Highway 1. Beeindruckende Klippen und nicht enden wollende Sicht. Zocken am Santa Monica Pier und Rollern durch Los Angeles. Haben auf dem Dockville getanzt – bei strahlender Sonne. Arm in Arm unter BĂ€umen gelegen. Die beste Freundin im Brautkleid gefeiert. Den Spreewald im Kanu entdeckt und in Heiligenhafen dem Wind getrotzt. 

DĂŒstere Serien zogen mich in ihren Bann: 4 Blocks, Bad Banks und Beat. Leider wieder viel zu selten im Kino gewesen. DafĂŒr bei Three Billboards Outside Ebbing gelacht und bei Call Me By Your Name geweint. Und alles zusammen bei This is Us. UnzĂ€hlige Stunden mit Podcasts verbracht – aktueller Favorit: Hotel Matze. Bei der Musik hat sich nur wenig getan: Dexter, Juse Ju, Trettmann, Moop Mama, Materia und Casper. Solide Mischung – ein Grund weshalb ich mit last.fm wieder mehr Musik entdecken möchte. Überraschung: Fynn Kliemann.

Ein Zufall, der einiges verĂ€nderte: Eine Heftkritik bei brand eins. Apfelkuchen und Kakao. Nach zwei Jahren XING ging es zum Speersort. Dort verantworte ich das Produktmanagement. Spanne Beziehungsnetze und suche neue GefĂ€ĂŸe fĂŒr Geschichten. Daneben viel mit Blinkist gelernt und alle Gedanken zu Bear umgezogen. DafĂŒr kaum öffentlich geschrieben und viel zu selten meditiert. VorsĂ€tze, die ich erneut mitnehme. Außerde will ich mich wieder mehr dazu bringen neue Themen zu entdecken. Und diese zu teilen. Deshalb gibt es bald etwas auf die Ohren: 3 Dinge. đŸ˜‡

Doch jetzt wird es nochmal still. Tief durchatmen und grinsend auf das letzte Jahr zurĂŒckblicken. Ich wĂŒnsche euch wunderschöne Tage. 🎉