Blog / Framente

Teddy ist Hobbyimker, Lagerarbeiter und überzeugt: Die Chefin des Pharmariesen Auxolith ist ein Alien aus der Andromeda-Galaxie. Also entführt er sie in seinen Keller. Es folgt ein psychologisches Duell. Kühl, absurd, böse komisch. Bugonia ist Yorgos Lanthimos' fünfte Zusammenarbeit mit Emma Stone. Man weiß nie ganz, wer hier verrückt ist und wer Recht hat. Darunter eine Prise Gesellschaftskritik: Pharmakonzerne, Bienensterben, Verschwörungsdenken. Wer sind hier eigentlich die bösen Aliens?

futureslens.johanneskleske.com

Anti-Dystopia ›

Wir wissen so viel. Verstehen die Klimakrise. Sehen Demokratien zerbrechen. Brauchen nicht noch mehr Analysen. Aber einen ersten Schritt. Doch dieser bleibt aus. Es ist ohnehin zu spät. Und was soll ich schon verändern können? Das Ergebnis: Rückzug und Resignation.

Johannes Kleske beschreibt in Anti-Dystopia, dass weder Optimismus noch Pessimismus wirklich weiterhelfen. Utopien lässt Menschen die Augen verdrehen. Dystopien lassen uns die Augen verschließen. Beide gehen davon aus, dass die Zukunft feststeht. Die Anti-Dystopie ist ein dritter Weg. Die Realität einer Krise annehmen und trotzdem was machen. Auch wenn es nicht perfekt ist. Auch wenn es nicht sicher ist. Auch wenn es nicht garantiert ist. Denn ohne Handlung gibt es keine Veränderung.

Anti-Dystopie fordert uns auf, Verantwortung zu übernehmen. Und trotz Unsicherheiten für Gerechtigkeit und Gemeinschaft einzutreten. Kleine Schritte. Damit sich etwas bewegt.

zeit.de

"Küsst euch lieb und küsst euch wild" ›

Was bleibt, wenn der Alltag alles verschluckt? Wenn Paare sich aus den Augen verlieren. „Dann küsst euch lieb und küsst euch wild“. So einer der Tipps im ZEIT Magazin. Kommt der Partner nach Hause, dann lass alles liegen. Tägliche Spaziergänge. Umarmungen. Am besten nackt. Kleine Rituale. Kleine Momente. Humor und Neugierde. Miteinander. Füreinander.

Hallo Kirby 👋

Am 13. Februar 2000 ging meine erste Webseite online. Es war eine Mischung aus persönlicher Webseite und digitaler Schülerzeitung. Gebaut in einem WYSIWYG-Editor (NetObjects Fusion), der auf einer Heft-CD klebte. Gehostet bei Tripod.

Seitdem sind viele Jahre vergangen. Ich wechselte zu PHP-Nuke, zu PostNuke und auf ein eigenes PHP-CMS. Weiter zu Wordpress. Mittlerweile wurde ALL-INKL der Hoster. Und blieb es bis heute. Irgendwann kam Tumblr. Dann wieder Wordpress. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich Inhalte kopierte und am Design bastelte. Hier ein Plug-In. Da eine Erweiterung. Und es wurde immer komplexer und umfangreicher. Dabei verlor ich immer mehr die Lust am Schreiben. Will doch einfach Gedanken loswerden und interessante Dinge teilen.

Verfolge seit langer Zeit, wie Blogs verschwinden. Mein RSS-Reader vermisst viele private Blogger:innen. Aber es gibt noch Menschen wie Matthias, die für eigene Blogs kämpfen. Und als Felix und Marcel auf Kirby wechselten, war die alte Neugier wieder geweckt. Einige Nachtschichten später, habe ich nun meine komplette Tumblr- und Wordpress-Vergangenheit umgezogen. Längst vergessene Inhalte von Flickr, Twitter, Facebook und Instagram werden schrittweise folgen.

Endlich wieder ein simples, aber sehr flexibles CMS. Der Guide macht den Wechsel einfach. Alles liegt in Dateien und kann über die bevorzugte Entwicklungsumgebung angepasst werden (bei mir ist es aktuell Antigravity mit Claude Code). Meine Experimente lassen sich über git jederzeit zurücksetzen. Der Blog ist eine eigene ActivityPub-Instance und Reaktionen im Fediverse werden innerhalb der Artikeln angezeigt. Ziel: Das Internet zurückerobern 🚀

Ich hab meine eigene Staging-Umgebung und überhaupt hab ich lange nicht mehr so viel Spaß mit den verfügbaren Plug-Ins und den eigenen Anpassungen gehabt.

Momentan nutze ich Kirby 5 mit :

  • Admin Bar, um schnell aus dem Frontend ins Backend zu springen
  • Feed and Sitemap, damit Inhalte leicht auffindbar sind
  • Markdown Field, denn Markdown nutze ich sowieso überall
  • Uniform, für Kontaktanfragen
  • Alter, um Alt-Texte für Bilder zu generieren
  • Embed, um fremde Inhalte sauber einzubinden
  • Retour, um fehlerhafte Aufrufe schnell zu entdecken
  • Matomo, damit ich Statistiken ohne Cookies sammeln kann
  • OG Image, um automatisch Vorschaubilder zu generieren
  • IndieConnector, damit ich Webmentions mitbekomme und Inhalte im Fediverse landen

Es gibt bestimmt noch einige Dinge, die nicht richtig funktionieren oder Links, die im Nirgendwo landen. Aber das muss so und wird schrittweise behoben. Mal schauen, was ich in den kommenden Monaten noch ausprobieren werde. Ob es mir wieder leichter fällt zu bloggen. Die Vorfreude ist jedenfalls groß. Rechtzeitig zur re:publica ✌️

Und wenn ich doch mal wieder zu lange nichts schreibe, findet sich vielleicht ein spannender Blog in meiner kleinen Blogroll:

André Krüger, Anna-Lena König, Christoph Koch, Christoph Rauscher, Dirk von Gehlen, Dominik Kurcsics, Elisabeth Rank, Fabian Neidhardt, Fragmente, Frau Fragmente, Johannes Pfeifer, Kessel.tv, Luca Hammer, Marcel Wichmann, Matthias Ott, Michael Schieben, Michael Seemann, Ole Reissmann, Petra Wille, Rául Krauthausen, Sascha Pallenberg, Stefan Grund 🤗

Martin schreibt seit über dreizehn Jahren das Social Media Watchblog. Wöchentlich ordnet er ein, wie sich die digitalen Öffentlichkeit verändert. Seit heute auch auf YouTube. Mit Ingrid Brodnig spricht er über ihr neues Buch Feindbild Frau. Denn Frauen werden im analogen und digitalen Raum systematisch angegriffen. Rechte Netzwerke fahren Kampagnen gegen Frauen in der Öffentlichkeit. Eine Strategie der 1.000 Nadelstiche. Oft mit harten Folgen. Frauen verlassen Diskurse und Plattformen belohnen die Hetzjagd mit Reichweite, solange die Interaktionen stimmen.

Wir müssen laut werden. Laut bleiben. Und wir müssen uns wehren. Frauen dürfen nicht verstummen.