Vielleicht liegt es an der Sonne. Vielleicht an der Tatsache, dass die Eisdielen wieder offen haben. Und ich auf dem Rad durch Hamburg streife. Der Februar war gut. Und ich habe die große Hoffnung, dass die nĂ€chsten Monate noch besser werden. Dass Selbsttests kleine Runden mit Freunden erlauben. Wochenendurlaube wieder möglich werden. Bis dahin sind es kleine AusflĂŒge an die Elbe. Oder ins Naherholungsgebiet Klövensteen, das ich jetzt erst nach 10 Jahren Hamburg entdeckt habe. Vogelgezwitscher. BĂ€ume, die ihre Schatten auf uns werfen. Nichts als Natur. 🌳


Diese Auszeiten tun gut, denn im Februar habe ich viel angestoßen. Bin mit dem ID.3 von WeShare durch Hamburg gefahren und hab meine Erfahrungen auf lautlos.hamburg geteilt. Auf der Arbeit dreht sich viel um Communities und Formate fĂŒr Begegnungen. Virtuell durfte ich dann bei nextMedia.Live erzĂ€hlen, weshalb diese Gemeinschaften speziell fĂŒr Medienmarken interessant sind – eine Mitschrift findest du hier. Und zuletzt sprach ich mit der Hamburg Media School ĂŒber meinen Beruf. Die nĂ€chsten Wochen dĂŒrfen gerne etwas leiser werden. đŸ€«


Denn so gerne ich neue Menschen kennenlerne und ĂŒber Interessen spreche, so gerne bin ich auch fĂŒr mich. Probiere Dinge aus. Versuche sie zu durchdringen, wie man es frĂŒher schon als Kind machte. TĂŒr zu und spielen. Momentan ist es der Kosmos NoCode und LowCode, den ich spannend finde. Er umfasst Tools, die es ermöglichen komplexe Anwendungen ĂŒber eine visuelle OberflĂ€che zu entwickeln. Ein VerstĂ€ndnis ĂŒber Architekturen und Programmiersprachen ist sinnvoll – dominiert aber nicht. Und so kann man schnell LösungsansĂ€tze verproben. FĂŒr den Start empfehle ich die #100daysofnocode oder Makerpad. Webseiten baue ich in Webflow, Daten landen in Airtable und Anbindungen geschehen leicht ĂŒber Zapier.

Aber: Das nĂ€chste Projekt wird dann analog. Zum Anfassen. 📓


Im letzten Monat schwĂ€rmte ich ein bisschen ĂŒber BookBeat. Neben Podcasts höre ich mittlerweile immer lieber auch HörbĂŒcher – gerade von Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand. Immer wieder verstörend, aber auch in ganz vielen Momenten nur allzu bekannt.

Musikalisch hat mich in den letzten Monaten leider nur wenig ĂŒberrascht. Aber eine Person schafft es seit Jahren: Maeckes. Er begleitet mich seit meiner Stuttgart-Zeit. Ob mit den Orsons oder alleine. Seine unperfekte Art. Ein Loser, den ich sehr mag. Nun ist er zurĂŒck am Pool. Ganz einfach. đŸ„ł

Einfach ist es auch fĂŒr Menschen wie mich. Weiß und privilegiert. Aufgewachsen auf dem Dorf. Als Mann. Durfte studieren. Mich immer frei bewegen. Oft ist mir das nicht bewusst. Gut, wenn man darauf aufmerksam gemacht wird, dass wir alle in einem Happyland leben. Audio88 & Yassin haben schon immer versucht mit zeitgeistigen Alben zu provozieren. Auch wenn sie den Zeitgeist nicht mögen. Ihr Album „Todesliste“ ist voller Wut und Verzweiflung. Deswegen nicht ganz leicht, aber genau deswegen gut. 👊


Weniger an sich denken. Und verstehen, was in den anderen vorgeht. Zuhören. Und Wege finden, dass es uns als Gemeinschaft besser geht. Das wÀre doch mal was. Kommt gut durch den MÀrz.