Es ist schon wieder passiert. Nachdem ich vor etwa 3,5 Jahren half, das Büro des IBM Studios Hamburg neu zu denken, sind wir nun auch mit brand eins umgezogen. Dies ist der Grund, weshalb es wieder ein bisschen stiller war. Aber nach einer Woche Urlaub auf der Insel, genug Schlaf und einem Murakami bin ich wieder da mit einem Blogbeitrag und einer Podcastfolge 🎉

Eine Marzipanfabrik

Nach 10 Jahren am Speersort wollten wir uns mit brand eins weiterentwickeln. Wir wollten einen Raum schaffen, wo wir Leser und Unternehmen begrüßen können. Einen Ort, an dem die unterschiedlichen Rollen noch besser zusammen arbeiten können. Diesen Ort haben wir in Bahrenfeld gefunden. Eine alte Marzipanfabrik ist das neue Zuhause von brand eins. Die Räume sind so geschaffen, dass man auf großen Marktplätzen miteinander im Austausch steht, aber dennoch jederzeit einen Ort zum konzentrierten Arbeiten findet. Eine große gemeinsame Küche und zwei Veranstaltungsräume erlauben uns, in Zukunft unsere Nachbarschaft einzuladen – egal ob Meetup oder Release-Party. Noch hängt nicht jede Lampe, aber ich freue mich über jeden Besucher, der uns besuchen mag.

Vor den Umbauarbeiten: „Einmal alles raus. Danke!“

Private Blogs

Seit über 15 Jahren schreibe ich Dinge in dieses Internet. Was mit NetObjects, Tripod und phpnuke begann, kann man gut und gerne als Leidenschaft bezeichnen. Ich lernte so das Programmieren. Begegnete unterschiedlichsten Menschen. Und erfuhr mit jedem Beitrag mehr über mich. Konnte Interessen teilen und Gedanken loswerden. Mit den sozialen Netzwerken wuchs im ersten Moment die Nähe. Noch mehr kleine Updates. Fotos und Kurznachrichten. Und irgendwie fühlte es sich anders an. Die langen und persönlichen Blogbeiträge wurden weniger. Followerzahlen wurden wichtiger. Ein Schema F wurde erkennbar. Influencer reiten den Algorithmus. „Unser Internet“ wurde von den lauten Stimmen übernommen. Ich war nie laut und mochte schon immer die Stillen. Die Nachdenklichen und ihre Geschichten. Und ich möchte dorthin zurück! Mehr Geschichten und Gedanken festhalten. Diese offen zugänglich machen. Über diesen Blog und meinen Podcast. Ich will schöne Dinge, aber auch Ängste teilen. Mich mehr über Inhalte vernetzen. Wieder einen Blogroll pflegen. Bewusst nur einer Auswahl von Menschen folgen. Erzählen. Und zuhören. Außerhalb von quadratischen Bildern und 280 Zeichen. Deshalb: Blogempfehlungen gerne an mich 🙋‍♂️

Europawahl

Mittlerweile hat es hoffentlich jeder mitbekommen – am Sonntag ist Europawahl. Da wird hingegangen. Aber was tun, wenn man sich noch nicht endgültig entschieden hat und zudem seit Wochen bei der Lage der Nation hinterher hängt? TikTok löschen und informieren. Denn wie Eva Schulz erwähnt: Bei der Europawahl ist die Hürde deutlich geringer. Nämlich bei einem Prozent. Also lohnt es sich die einzelnen Programme und Argumente der kleinen Parteien genauer anzuschauen. Hierfür eignen sich die Wahlprogramme und verschiedene Vergleichsseiten (Update: Am Wochenende wurde der Wahl-O-Mat vom Verfassungsgericht Köln verboten. Kleine Parteien würden benachteiligt werden). So helfen Yourvotematters oder Wahlswiper beim Verstehen der Grundsatzthemen und Vergleichen der Positionen. Außerdem höre ich Podcasts. Fast jeder Podcast diskutiert die Wahl und so kann man alleine durch Zuhören lernen. Im Kopf sortieren. Entscheiden. Auch große YouTuber analysieren die großen Parteien und bringen hoffentlich noch mehr Menschen dazu, ihre Stimme zu nutzen. Gegen Rechts. Gegen Abschottung. Für Europa.


Das war’s 🎉 Fühlt sich gut an. Sicher noch nicht so rund, aber darum geht es auch gar nicht. Ich wollte ein paar Gedanken teilen. In schriftlicher Form und persönlich über den Podcast. Lasst mich hören, was ihr davon haltet. Und meldet euch gerne, wenn euch die S1 zufällig nach Bahrenfeld bringt.