Sitze mit Laptop und Kakao auf dem Sofa. Um mich herum alles ruhig. Die letzten Tage waren sehr laut. Eine Woche Lissabon. Gemeinsam mit wichtigen Menschen auf dem Web Summit 2016. Klassenfahrt-GefĂŒhl. Sich durch Markthallen treiben lassen. Pastel de Nata. Mit der Straßenbahn durch kunterbunte Gassen. Laute Live-Musik. Irgendwas zwischen Jazz und Michael Jackson. Luzzo
 Was hasse du gemacht mit de Pizza? Tausende Menschen, die ĂŒber das Internet sprechen. Portugal als nĂ€chsten Startup-Kessel sehen wollen. Zu lange Schlangen und teilweise viel zu wenig Zeit, um tief in Themen einsteigen zu können. Stolperten durch die Pink Street. Und zwischen all diesen Menschen, GesprĂ€chen und Entdeckungen holt einen dann doch manchmal die Vergangenheit ein. Kurze Sprachnachrichten, die im Handy schlummern. Ungeahnt nach Aufmerksamkeit greifen. Komisch, dass es manchmal so schwer fĂ€llt loszulassen. Dass bestimmte SĂ€tze oder Augenblicke einen ganz tief berĂŒhren. Ein Grinsen. Gefolgt von Schweigen. Gefolgt von Freunden, die einen wieder wachrĂŒtteln.

“Komisches sich Anschauen. Abwarten. DĂŒnnes Eis. Wer bricht ein? Augenkontakt kurz unterbrechen. Wer bricht Schweigen?”

Schreiben hilft zu verarbeiten. Gedanken zu ordnen. Zu oft versuche ich hier nur eine Seite mit euch zu teilen. Der umtriebige Internet-Mensch. Von Stuttgart nach Hamburg gezogen. Baut Webseiten und schreibt. Spaziert und stolpert. Höre ich anderen zu, so geht es vielen gleich. GegensĂ€tze und Facetten, die je nach Situation in ein anderes Licht gerĂŒckt werden. Ja, es gibt verdammt viele tolle Dinge. Momente und Menschen, die das Leben grandios machen. Mich zum Lachen bringen – bis der Schluckauf ĂŒber Stunden die gerechte Strafe wird. Aber genau so gibt es Momente, in denen ich ganz schön durchhĂ€nge. Mich Ă€rgere. EnttĂ€uscht bin oder auch mal nicht weiter weiß. Dies ist der Versuch anzukommen. Und das wird mir nur gelingen, wenn ich ehrlich zu Allem bin. Schön, dass es euch gibt. Das ihr mitlest. Reagiert. Da seid. đŸ€—