Andreas Spiegler

Schreiben. Stolpern. Schluckauf.

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Schlagwort: Reisen

Angst vor der Stille

Aufgewacht. Die Sonne kratzt am Horizont, ein Hahn hat große Mühen den Ton zu halten und vor meinem Fenster ein Meer aus fremden Stimmen. Drehe mich in meinem viel zu kleinen Bett, während mir Lenas Artikel über das Reisen durch den Kopf geht. Frei sein. Genau so fühle ich mich im Moment. Nicht zu wissen was kommt. Nicht zu zu wissen wer bleibt.

Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt ohne Begleitung in den Flieger zu steigen. Einfach weg. Hab kleine Städtereisen absolviert, doch für mehr fehlte der Mut. Also mussten mich Freunde anstubsen. Mich ins pulsierende Athen schickten, von wo ich zwei Wochen ohne Plan meinen Rucksack spazieren führte. Unzählige kleine Erinnerungen sollten hinzu kommen.

Hatte Angst vor der Stille. Sie hat eine unheimlich große Macht über mich – suchte dennoch die Konfrontation. Wechselte zwischen lauten Hostel ubd stummen Appartments. Saß mit strahlenden Augen inmitten Menschentrauben, bevor ich Stunden am Meer spazieren ging. Irgendwann legte sich die innere Hektik zur Ruhe. Stimmen im Kopf verstummten – nur eine blieb.

Ich mochte diesen Urlaub. Die Gespräche mit fremden Menschen. Eigenarten kennenlernen. Fremde und eigene. Doch werde ich kein einsamer Weltenbummler, denn hierfür fehlt mir Arbeit und Struktur. Aber auch bekannte Menschen, die mich umarmen. Mit mir sprechen und mir zuhören. Denn auch das ist Freiheit. Und es ist schön die Form der Freiheit wählen zu dürfen.

Hallo Kindle 👋

Ich bin viel unterwegs. Ständig irgendwie auf der Reise. In Bahnen. Zu Fuß. Oder mit dem Flugzeug. Irgendwann hat man keine Lust mehr, Neuigkeiten aus dem iPhone zu streicheln. Irgendwann möchte man einfach nur lesen. Und deswegen habe ich mir einen Kindle gekauft. Ganz simpel. Ohne Touch oder Farbdisplay. Ein absolut lohnenswerter Kauf. Der Akku hält über mehrere Wochen hinweg und auch nach mehreren Stunden tun die Augen nicht weh. Bücher sind teilweise günstiger oder komplett kostenlos bei Amazon erhältlich. Das Gerät ist leicht, liegt super in der Hand und kann schnell in die hintere Hosentasche eingesteckt werden. 

Und um spannende Artikel aus dem Netz auf den Kindle übertragen zu können, nutze ich Readability und seine Extension für Google Chrome. Zeitschriften hab ich keine abonniert – solange es die Brandeins nicht digital gibt, bleibe ich der gedruckten Variante treu. Achja: Buchgeschenke und Gedichtbände kauft man weiterhin gedruckt!