Blog / Framente

Ein letztes Mal Hip Hop Open

Marsimoto auf der Bühen des Hip Hop Opens in Stuttgart. Grünes Licht und eine Menschenmenge.

Es war mal wieder HipHop Open. Jedes Mal ein schönes Gefühl, wenn es auf das Festivalgelände geht. Gute Musik und viel zu viele Erinnerungen. Mit lieben Menschen in der Sonne stehen. Der Bass dröhnt. Verstörende Gespräche zwischen Canstatter Wasen und Reitstadion. Ein letztes Mal dieses komische Gefühl aus Fremdscham für manche Fans. Gefolgt von einem breiten Grinsen über schmutzige Texte. Überzeugt haben mich die Auftritte Chefket, Megaloh, WSP und ASD. Ganz zu schweigen vom Überraschungsauftritt, bei dem die Massiven Töne und die Orsons für ein klein bisschen Mutterstadt-Gänsehaut sorgten. Headliner Marsimoto musste nicht sein - aber zu viele meckern. Hab den Tag genossen und mir diesmal schwer getan, das Bändchen abzunehmen. Schöne Erinnerungen. Irgendwie ein Stück Heimat. Und dieser kleine Gedanke an eine Rückkehr in den Kessel.

Die Fotos stammen von Paul Ripke.

Kleine Schritte

Ein komisches Gefühl. Sitze mit Laptop auf dem Balkon und die Worte wollen nicht so wie ich. Seit Jahren schreibe ich ins Netz. Alltägliches, Gedanken, Herzschmerz. Und doch ertappe ich mich gerade dabei, wie ich ins Leere starre. Die passende Erklärung suche. Ein besonderer Mensch schrieb vor ein paar Wochen über die fehlende Leichtigkeit. Würde mich gerne einreihen. Warum tue ich mir plötzlich so schwer? 

Hab momentan viel um die Ohren. Mal wieder. Euphorie und Leidenschaft wurde eingeholt von Schmerz. Ein Mensch ist gegangen. Der Andere untergetaucht. Mir fehlt die Kraft zu folgen - so bleibe ich stehen. Schnappe mir ein Buch (absoluter Lesetipp: Arbeit und Struktur) oder hole beim Sport das Letzte aus meinem Körper. Damit ich wenigstens einigermaßen schlafen kann. Natürlich wird sich dieser Zustand ändern - hat er sich immer. Irgendwann. Aber diesmal muss ich zugeben, dass es auch Grenzen gibt. Schaffe eben nicht jede Hürde. Muss auch nicht. 

Neben der Spur wie Radarkontrollen. Blicken meine roten Augen auf das Treiben. Die Hektik und eintönige Bewegung des Rests. 

Mache kleine Schritte. Dabei begleiten mich wunderbare Menschen. Verbringen mit mir Zeit. Hören mir zu. Umarmungen fürs Herz. Dafür bin ich sehr dankbar.