Blog / Framente

Aber lach mich nicht aus.

Ich schreibe dir Zeile für Zeile. Weiße Blätter werden von schwarzen Buchstaben überwältigt. So viele Dinge, die ich dir sagen möchte - doch deine Sprache beherrsche ich nicht. Suche Worte, doch finde Leere. Greif nach ihr und stürze tiefer. Erinnerungen streifen meine Schulter. Hinterlassen graubunte Flecken. Schmerzen. Spüre deinen Atem auf meiner Haut. Drehe mich zu dir. Du hast dich verändert. Ich hab mich verändert. Möchte darüber sprechen. Mein Gegenüber lacht mich nur aus. Wendet sich von mir ab und lässt mich stehen. 

Zeitsprung. Meine Beine sind zu schwach. Heben nicht ab und so stolpere ich durch die Zeit. Kratze an Häuserwänden um deine Handschrift unter meinen Fingernägeln zu tragen. Alles wird gut. Doch will ich das? Schneller Puls. Feuchte Hände. Stehe am Bahnhof. Warte auf dich. Den Blick zu Boden gerichtet. Dein Duft in der Luft. In meinen Haaren. Ein Moment. Stillstand. 

Wache auf. Unterbewusst schlafend. Der Kopf auf ihrem Laken. Mein Handy klingelt. Ich sehe deine Nummer. Doch bevor ich abhebe, legst du auf. Löschst meine Nummer und läufst nach oben. „Lass mich dein Lächeln sein“. Aber lach mich nicht aus. Niemals.

Jetzt ist es raus. Ich werde weiterhin bei der IBM arbeiten und im Oktober als Strategieberater bzw. Konzepter in Hamburg tätig sein. Eine neue Herausforderung, ein neuer Ort und deshalb auch eine neue Wohnung. Diese suche ich zentral gelegen und/oder mit guter Anbindung an die U2/U3. Zwei Zimmer sollte sie haben, wenn ich ab September im hohen Norden wohne. Angebote, Tipps, Ratschläge und ähnliches sind immer willkommen =)

Entschuldigen Sie meine Störung” ist kein normaler Roman, sondern laut dem Autor Jan-Uwe Fitz ein Wahnsinnsroman. Nachdem ich einen Auszug auf seiner Lesung in Tübingen präsentiert bekam, musste ich das komplette Buch lesen. Das ging leider viel zu schnell vorbei…

Eine Vielzahl an Kurzgeschichten beschreiben sehr unterhaltsam den Klinikaufenthalt eines Paranoiker. Schockierend taucht man in eine andere Welt und lässt sich von Wanderbaustellen jagen, muss um seinen Balkon bangen und Vorhang-Gespräche über sich ergehen lassen. Das alles macht richtig Spaß und führt zu verwunderten Blicken, wenn man vor Lachen weinend in der U-Bahn sitzt. Tolles Buch eines sehr sympathischen… Gestörten ;) 

Andreas Spiegler's Google+ Profilseite mit Profilfoto, persönlichen Informationen und einer Galerie von geteilten Bildern sowie Links zu sozialen Netzwerken.

Google hat es erneut gewagt und diesmal ein richtiges soziales Netzwerk zugänglich gemacht. Über Google+ werden Ansätze aus verschiedenen Netzwerken verknüpft. So kann ich Menschen folgen, sie in “Kreise” einordnen und Inhalte per “+1” teilen. Das geht auch über Facebook, aber man merkt schnell, dass alle Google-Dienste miteinander harmonieren. Eines Tages landen beliebte Inhalte aus meinem Netzwerk auch weiter oben bei den Suchergebnissen oder Events sind direkt im Kalender gespeichert. Dass dabei noch mehr Daten gesammelt und ausgewertet werden ist einerseits kritisch, auf der anderen Seite für den Nutzer sinnvoll.

Zudem merke ich, dass man schneller mit unbekannten Menschen ins Gespräch kommt, da ich nicht unbedingt eine Freundschaftsanfrage verschicken muss. Wer interessante und gute Inhalte veröffentlicht, dem kann ich folgen. Dennoch kann ich den Kreis meiner engsten Freunde persönlich anschreiben oder in kleinen Videokonferenzen nerven. Dabei ist die Oberfläche sehr schick gestaltet und einfach zu bedienen. Freue mich auf die neue Konkurrenz und bin gespannt, wie Facebook reagiert. Erste Vermutung: Facebook Mail für alle und Videokonferenzen. 

Über Johannes Kleske bin ich auf ein spannendes Projekt gestoßen, das ich mir auch für Deutschland wünschen würde. Orte, die dem bekannten Coworking-Prinzip ähneln und es verschiedenen Menschen aus diversen Branchen erlauben, ihre Ideen zu verwirklichen und sich untereinander auszutauschen. Flache Hierarchien und kleine Teams. Das könnte auch in großen Unternehmen die Vielfalt vorantreiben. Keine virtuellen Netzwerke, sondern kleine Arbeitsräume, die immer wieder neu zusammen gewürfelt werden. Und Zwangs-Kaffee-Pausen für Gespräche ;)