Blog / Framente

Dieses Gefühl zu wissen, dass es schön war. 
Dieses Gefühl zu wissen, dass es nicht wieder wird. 
Dieses Gefühl zu wissen, dass es anders wird.
Dieses Gefühl zu wissen, dass es wunderschön wird.

2013.

Ein wunderschönes neues Jahr wünsche ich euch. Ihr hattet hoffentlich erholsame Tage und einen guten Start. Ich selbst werde das neue Jahr zum Anlass nehmen, noch mehr Momente auszukosten. Fesselnde Filme, ausufernde Gespräche, Bücher, Spaziergänge, Umarmungen und dazu zuviel gutes Essen. =)

Deshalb hoffe ich, ihr seid auch ein wenig egoistisch: Sucht euch schöne Dinge. Macht und genießt. Teilt eure Erfahrungen. Und lasst euch nicht so viel rumschubsen, wie ich es manchmal zugelassen habe. Das wird ein schönes Jahr.

Und noch ein kleiner musikalischer Tipp aus dem letzten Jahr: Moses Pelham ist zurück. Ruhiger. Nachdenklicher. Auch bei TV Noir.

Heimatbesuch. Ein paar Tage bei den Eltern, Grundschulfreunden und Erinnerungen. Es gibt Tage, an denen vermisse ich Stuttgart. Die Schwabstraße, den Schlosspark und das Drumherum. Den Kessel, das Grün und die Warteschlangen vor Poetry Slams. Zahlreiche kleine Momente. Schöne und traurige. Viel erlebt.

Zwei Roboter-ähnliche Figuren diskutieren mit Sprechblasen. Die linke Figur sagt "Common... it's not that... ...bad", während die rechte Figur antwortet "Yes, it is." Die Szene wirkt humorvoll und zeigt eine humorvolle Auseinandersetzung über unterschiedliche Meinungen.

Ich habe keine Ahnung von Kunst, trotzdem schaue ich sie mir gerne an. War nie gut im Bilder beschreiben. Und Hände sehen bei mir aus wie Baggerschaufeln. Kuba Gornowicz kann deutlich mehr. Irgendwie kalt. Unangenehm provokativ. Ehrlich. Ein paar Bilder haben den Weg an meine Wände geschafft. Irgendwann folgen weitere. Und in der Zwischenzeit könnt ihr seine Werke kaufen.

Man sitzt auf einer Parkbank. Beobachtet das Treiben. Verfolgt einzelne Personen. Lässt sich Geschichten einfallen. Verwirft diese wieder. Steht irgendwann auf und geht zu einem anderen Ort. So sollte es sein. Der 16-jährige Schüler Claude geht einen anderen Weg. Im Film “In Ihrem Haus” beschreibt er das Leben eines Klassenkameraden. Indem er sich in sein Leben einschleicht.

Dazu kommt es, nachdem sein Literaturlehrer die Leidenschaft fürs Schreiben in ihm weckte. Claude will immer mehr erfahren. Ergänzt seine Beobachtungen Kapitel für Kapitel. Und sein Lehrer folgt den Episoden gespannt. Gibt ihm Ratschläge, wie er den Leser fesseln kann. Es entwickelt sich ein spannender Thriller, bei dem niemals klar ist, was wahr und was erlogen war. Der Zuschauer liefert sich der Erzählung aus. Und geht mit mehr als einer offenen Frage aus dem Kino. Ein toller Film. Ein Film, der mich wieder motivierte, mehr zu schreiben. Zu Beobachten. Lange Texte zu veröffentlichen. Geschichten zu skizzieren und dem Leser den Feinschliff zu überlassen. (Review auf Zeit Online)