Andreas Spiegler

Schreiben. Stolpern. Schluckauf.

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Ein bisschen Wehmut. Grusel. Kaffee und Sexismus.

Hui. Das Jahr rast und bewegt sich schnurstracks auf meinen 30. Geburtstag zu. Ein komisches GefĂŒhl. Ertappe mich immer wieder dabei, wie ich auf die letzten Jahre zurĂŒckschaue. Meine aktuelle Situation “bewerten” möchte. Und eigentlich nur mit den wichtigen Leuten anstoßen mag. Auf ein grau-buntes Hin und Her. Voller schöner und bewegender Aussetzer. Ich mag, wo ich bin. FĂŒhle mich gerade sehr wohl. Angekommen. Mal nicht gehetzt von dem Treiben da draußen. Neben mir liegt dennoch der gepackte Rucksack. Urlaub. Wind im Haar. Lesen. Spazieren. Genießen und durchatmen.


Bin kein großer Fan von Horror oder Grusel. Aber mit Stranger Things hat mich seit langer Zeit wieder eine Serie komplett in ihren Bann gezogen. Gerade hat Staffel 2 begonnen und ich kann sie nur jedem ans Herz legen. Mag die Jungs, wie sie fĂŒreinander einstehen. Mag den Übergang in die andere Welt. Mag Eflie, wie sie versucht die zwischenmenschlichen Beziehungen zu verstehen. 


Tomasz Kurianowicz hat einen tollen Artikel ĂŒber den Wunsch geschrieben, als Mann bei der aktuell wieder aufflammenden Sexismus-Debatte (#metoo) mitreden zu können. Er beschreibt – fĂŒr mich sehr gut nachvollziehbar – seinen inneren Kampf. Wie schwer es ist eine Meinung zu bilden, wenn einem doch gesagt wird, dass man etwas nicht nachempfinden kann. WĂŒrde selbst gern besser verstehen, wie man die Situation verbessern kann. Das Problem angehen. Wie kann ich Empathie fĂŒr dieses Problem aufbauen? Ich möchte in keine Schublade gesteckt werden. “Ihr MĂ€nner…” – doch stecke ich in dieser seit meiner Geburt. Hm…


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Wieviele Stunden ich wohl schon in Cafés verbracht habe, obwohl ich keinen Kaffee trinke. Auf der Schanze hat ein neuer Apple-Store Koffein-Dealer aufgemacht. Törnqvist. Alle schwarz gekleidet. Jede Tasse kommt mit Geburtsurkunde. Ich frage mich, wann Metzgereien hipp werden. Und Peitschenstecken auf Kiefernholz servieren.


FrĂŒher war ich ein großer Fan von delicious. Gibt’s nicht mehr. Dann kam Zootool. Auch weg. Also zurĂŒck zu Bookmarks. Aber das stellte mich auch nie zufrieden, weil mir die Inspiration fehlte. Ich wollte sehen, was andere zu bestimmten Themen gut finden. Netzwerke wie Twitter sind dafĂŒr zu laut. Aber seit einer Weile nutze ich Refind. Eine Plattform, die es mir erlaubt Links zu speichern. Kontakten zu folgen. Und Refind hilft mir dabei, die wichtigen Dinge mitzubekommen. Alles wird nach Relevanz sortiert. ?


Dieser Beitrag wurde ihnen prĂ€sentiert von einem mĂŒden Andi, der durch Johannes dazu angestoßen wurde sich wieder zu melden. 

Über Erinnerungen und Ghetto-FĂ€uste.

Ein Besuch in der Heimat bedeutet immer auch Erinnerungen auszugraben. Orte, an denen man viel Zeit verbracht hat. Wege, die man immer wieder gelaufen ist. Zeit mit der Familie. Das tut sehr gut. Sind doch die meisten schönen Momente mit Menschen verknĂŒpft. Ich kann mich an bestimmte GesprĂ€che erinnern. An den ersten Kuss. BauchkrĂ€mpfe vom Lachen oder gemeinsames Trauern bei Freunden. Gemeinsam Zeit verbringen. Neue Dinge ausprobieren. Erlebnisse teilen.

Deswegen hab ich frĂŒher angefangen zu schreiben. Gedanken ordnen und mit anderen Menschen teilen. Gleichgesinnte finden. Nun sitze ich in meinem Kinderzimmer. Draußen alles grĂŒn – vermischt mit etwas grau. Was mich in den letzten Wochen beschĂ€ftigt hat, will ich hier zusammenfassen. ?

Gefunden: Das Treffen mit einem alten Freund. Die BegrĂŒĂŸung von Freunden. Die Verabschiedung von netten Menschen. Ist es nicht die Familie oder die Partnerin, so geschehen oft sehr komische Situationen. Die coole Ghetto-Faust wird mit der offenen Hand erwidert. Umarmung oder nur lockerer Schulterklopfer? Hand geben oder mehr? Mercedes Lauenstein schreibt ĂŒber seine Sozialphobie. Hilfe, Menschen! Ich wĂŒrde mich auch sehr ĂŒber eine EU-Norm freuen. Oder ein Zeichen, damit die BegrĂŒĂŸung nicht zum unterhaltsamen Schauspiel fĂŒr alle wird. Und was sollen eigentlich diese zwei bis zwölf KĂŒsschen auf die Wange?!

Die stille Choreographie der Beklommenheit ereignet sich fĂŒr alle Beteiligten und Umstehenden in quĂ€lender Zeitlupe.

Jedes Mal schade, wenn ich auf jetzt.de bin. Habe dort so viel Zeit verbracht. Texte veröffentlicht und grandiose GesprĂ€che gefĂŒhrt. Tolle Menschen getroffen und auch viel ĂŒber mich gelernt. 

Geschrieben: Mal wieder ein paar Einweggedanken. Aus alten Satzfetzen und einem GefĂŒhl von Zufriedenheit. Meine Zeit mit tollen Menschen verbringen zu dĂŒrfen. Hier. Mit euch. 

Gehört: Momentan höre ich sehr viel alte Musik. Blumentopf, Kraftklub, OK KID. Alte Alben – oder eher den alten Sound. Liegt es daran, dass man alt wird? Die neue Hip Hop Generation macht mir jedenfalls momentan nicht wirklich Spaß. Vielleicht der neue Song von FĂŒnf Sterne Deluxe. Aber das ist ja auch alte Schule. Nun fehlt noch Dendemann… DafĂŒr landet immer mehr Pop auf der Playlist. Fayzen. Gisbert. Von Wegen Lisbeth ?

Außerdem quillt meine Podcast-Schatztruhe langsam ĂŒber. Wo frĂŒher ĂŒber Stunden das Radio in meinem Kinderzimmer lief, liegt heute mein iPhone und bringt unterschiedlichste Themen zu mir. Die Herren Böhmermann und Schulz machen Urlaub (und werden auch langsam langweilig), deswegen höre ich dem Nachwuchs zu: PODCAST UFO. Flacher Humor und eine Prise Beleidigungen. Mag ich. Bei den Online Marketing Rockstars (OMR) erfĂ€hrt man immer wieder kleine Details ĂŒber Firmen und die Personen dahinter. Besonders gut gefiel mir die Folge mit dem Mit VergnĂŒgen GrĂŒnder Matze Hielscher. Der auch einen eigenen Interview-Podcast hat: Hotel Matze.

WĂ€hrend gerade meine Mama zum Kaffee ruft, die Fantastischen Vier ernten, was sie sĂ€en, habe ich ein Grinsen im Gesicht. Ich mag dieses Internet. Ich mag seine Blogs und die Menschen dahinter. Die ĂŒber alltĂ€gliche Dinge schreiben. Mich daran teilhaben lassen. Gibt es eigentlich noch Stöckchen?

Ich baue ab

Diese Woche war jetzt eher so mĂ€h. Gesundheitlich angeschlagen. Schlecht geschlafen. Das geht auch besser. Trotzdem gibt es wieder ein paar schöne Dinge zum Wochenende


Gefunden: Wenn man krank im Bett liegt, dann half frĂŒher Benjamin BlĂŒmchen. Daheim liegen zig Folgen im Keller. Heute sind es (leider) keine Hörspiele mehr, dafĂŒr aber Podcasts. Und zwei tolle Folgen habe ich gefunden: Bei Einhundert ging es um den Tod. Oder auch die Konfrontation mit ihm:

Peter*, 70, hat Parkinson. Seine Frau Edith*, 70, ist kerngesund. Im Herbst 2014 teilen sie ihrem Sohn Patrick* eine folgenschwere Entscheidung mit: Ein dreiviertel Jahr spĂ€ter, nach Ostern, wollen sie zusammen aus dem Leben gehen – weil Peter seine Krankheit nicht mehr ertrĂ€gt.

Mama und Papa sind immer fĂŒr einen da. Sie halten dich im Arm. Begleiten deine Schritt. Schubsen. Ermahnen. Hören zu. Und irgendwann mĂŒssen sie gehen. Aber wie reagiert man wohl, wenn siedas frĂŒher wollen? Gemeinsam. Ein beklemmendes GefĂŒhl nur darĂŒber nachzudenken. Die Handynummer zu wĂ€hlen und niemand hebt ab. Bilder ziehen an dir vorbei. Du realisierst, dass du nie wieder die Stimme hören wirst. Sie dir nie wieder die TĂŒr aufmachen werden. Ein Gedanke, das ich beim Hören immer wieder versuchte wegzustoßen. Gerade deswegen sehr hörenswert. 

Außerdem gibt es einen tollen Podcast zum Thema Design: Formfunk. In sehr persönlichen GesprĂ€chen sprechen Grafiker, Gestalter und andere Kreative ĂŒber ihre Arbeit. Ich mochte sehr das GesprĂ€ch mit Erik Spiekermann. Er spricht darĂŒber, wie schwer es ist große Marken zu verĂ€ndern. Was ihn an Typografie begeistert. Was seine Freunde und Kollegen ĂŒber ihn sagen.

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Gehört: Endlich mal wieder auf einem Konzert gewesen. KĂ€ptn Peng & die Tentakel von Delphi. Grandiose Texte. Beats, die einem tagelang im Kopf bleiben. Theorie. Kreise. Unendlichkeit. Zum ersten Mal im Mehr! Theater gesehen, das nicht wirklich fĂŒr so eine Musik gemacht ist. DafĂŒr war die Stimmung trotzdem super und ich war von der Vielfalt aller Zuschauer ĂŒberrascht worden. Bald kommt das neue Album ?

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Gesehen: Aziz Ansari ist zurĂŒck mit der zweiten Staffel von Master of None. Schon die erste Staffel begeisterte mich durch ihre ehrlichen Beobachtungen. Dates, Freunde, Liebe. Dinge, die einem selbst begegnen und oft nicht ganz so sind, wie man sie sich wĂŒnscht. Nun lernt Dev (Aziz) zuerst seine Leidenschaft fĂŒr Pasta, dann eine tolle Frau kennen. Sie ist verlobt. EinfĂŒhlsam erzĂ€hlt, ganz ohne Übertreibungen oder Klischees. Hab die zehn Folgen regelrecht verschlungen. 

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Gegessen: Maultaschen. Im Lieblingsrestaurant fĂŒr schwĂ€bisch-kulinarische Speisen – Zum SpĂ€tzle. Neben dem Brachmanns Galeron ein toller Ort, um die Entfernung in den SĂŒden kurz zu vergessen. 

Mehr gibt es nicht zu berichten. Die nĂ€chste Woche wird kurz. Feiertag. BrĂŒckentag. Meertag. ?

Katastrophenstimmung

Liebes Tagebuch, heute habe ich meine halbe Wohnung geflutet. Eigentlich wollte ich nur den KĂŒhlschrank abtauen
 Und wĂ€hrend man die Sauerei aufputzt, schmelzen die Heidelbeeren. Großer Putztag bei Herrn Spiegler. Katastrophenstimmung. Nicht nur in den eigenen vier WĂ€nden, sondern auch im Deutschen Schauspielhaus. Dort lĂ€uft gerade das neue StĂŒck von Schorsch Kamerun. Über die Optimierungsgesellschaft. Populismus. Und die Medien. Deshalb war ich da. Wobei, hauptsĂ€chlich wegen ihr. Weitere Highlights der Woche:

Gefunden: Ich mag Gin Tonic. Und wenn man sich ein bisschen austobt, so ist man bestimmt ĂŒber Monkey 47 gestolpert. Dieser Gin kommt aus dem Schwarzwald und wurde u.a. von Christoph Keller entwickelt. Nun hört er auf, wie er beeindruckend im Brandeins-Interview beschreibt:

Wenn ich jetzt weitermachte, wĂŒrde es nur noch darum gehen, ihre Wirtschaftlichkeit auszubauen, neue MĂ€rkte zu erobern, Wachstum zu steigern und Gewinn zu maximieren. Ich bin aber kein Unternehmertyp. Ich bin gut darin, Dinge aufzubauen und eine Vision zu entwickeln. 

Ein ehrliches GesprĂ€ch ĂŒber den Wachstum, der auch im StĂŒck Katastrophenstimmung angedeutet wird. Christoph beschreibt, wie sich sein GefĂŒhl zum Produkt verĂ€ndert hat. Er am Ende nicht mehr gelebt hat – und genau dieses Leben beschreibt er sehr eindrĂŒcklich: 

Leben: Neugierde, Experiment, Spiel, Fantasie, Risiko. Das Leben ist eine ErzĂ€hlung mit vielen Wendungen. Und mit Empathie. Man sollte Spaß haben an dem, was man tut – und es sein lassen, wenn man ihn nicht mehr hat.

Geschrieben: Ein paar alte Worte in neue GewÀnder gepackt. Langsam werde ich wieder warm mit den Worten. Glaube ich. Taste mich an SÀtze und Beobachtungen.  

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Gehört: Murakami ist einer dieser Autoren, die ich sehr bewundere. Seine Sprache ist einfach. Er beobachtet liebevoll und direkt. Schreibt tolle Geschichten ĂŒber Außenseiter und ihre Sicht auf andere. Erst jetzt habe ich einen Artikel ĂŒber seine Musikleidenschaft gefunden – inkl. einer Spotify-Playlist mit ĂŒber 3000 StĂŒcken, die alle auch als Soundtrack zu seinen BĂŒchern passen könnten.  

Gesehen: Ein weiterer Klassiker. Diesmal Miss Marple, die verschiedene Morde rund um ein Erbe aufklĂ€rt. Der Wachsblumenstrauß war ein schöner Ausflug nach England. Mochte die Musik und die fehlende Hektik. Ruhig erzĂ€hlt, mit klaren Charakteren. Solch einen Film findet man natĂŒrlich nicht bei Netflix. Deshalb durfte ich mich bei einer Videothek anmelden. Im Jahr 2017. Sehr lustiges GefĂŒhl und zahlreiche Erinnerungen an die Schulzeit. Wo man durch GĂ€nge schlich, mit Freunden teilweise heftige Diskussionen ĂŒber die Filmauswahl hatte und am Ende immer bei Austin Powers endete. 

Genervt: Buzzwords nerven. Phrasen nerven. Deshalb lud man in den Mercedes.Me Store zu Tell me: Business Buzzwords. Dort ging es um den Print-Journalismus. Klassische Journalisten trafen auf Snapchat-Kids. Eine Agenturvertreterin vermittelt und GrĂŒnder erzĂ€hlen von ihren Niederlagen. Leider immer die selben GesprĂ€che. Finanzierung schwierig. Menschen konsumieren anders. FrĂŒher war alles… Ich wĂŒrde gerne mal wieder auf ein Meetup gehen, bei dem man neue Dinge lernt. Sich nicht gefĂŒhlt zwei Stunden ĂŒber bereits Gesagtes streitet. Gibt es sowas noch?

Getroffen: Nicht wirklich getroffen, aber dennoch sehr persönlich war die Lange Nacht der ZEIT mit Bosse. Ein toller KĂŒnstler, dessen Lieder mich sehr berĂŒhren. Direkte Worte zu intensiven GefĂŒhlen. Die jeder kennt, aber nur wenige so schön beschreiben können. Auch das GesprĂ€ch war ehrlich und unaufgeregt. Netter Typ, der Herrndorf mag. Alleine deshalb ?

Und mit Bosse auf Anschlag werde ich jetzt noch ein paar Sonnenstrahlen tanken. Kommt gut in die neue Woche. ?

Sonne und zwei Kugeln Eis

Kaum ist die Sonne draußen, laufe ich strahlend mit einem Eis in der Hand durch Hamburg. ☀ Diesmal eine kurze Woche mit viel zu wenig Schlaf. Und wĂ€hrend meine linke Wange von der Sonne aufgefressen wird, schreibe ich ein paar Dinge zu Kalenderwoche 18. 

Gefunden: In diesem Jahr wird gewĂ€hlt. Und ZEIT ONLINE hat dazu passend ein neues Ressort gegrĂŒndet. #D17 möchte raus aus der Großstadt. Mit Menschen sprechen und sie wieder zum respektvollen Dialog motivieren. HierfĂŒr soll beim Experiment Deutschland spricht am 18. Juni jeder Teilnehmer einen GesprĂ€chspartner in der Umgebung zugelost bekommen. Einziges Kriterium: jener stimmt mit der eigenen Meinung nicht vollkommen ĂŒberein. Um das herauszufinden, muss man fĂŒnf Fragen beantworten. Den Rest ĂŒbernimmt ein sehr intelligenter Computer. Ich lerne gerne andere Sichtweisen kennen und bin umso mehr gespannt, wie dieses GesprĂ€ch sein wird.

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Gehört: Höre ich die Gorillaz, so kommen viele Erinnerungen aus der Schulzeit nach oben. Völlig neuer Sound mit einer Mischung aus Hip Hop, Indie-Rock und Dub. Dieser Zeichentrickstil. Clint Eastwood. Die Band entstand, als Damon Albarn und Jamie Hewlett im Jahr 1998 alle Musiker als austauschbar und beliebig sahen. Mit Humanz ist nun das vierte Album veröffentlicht worden. Leider hat aber kein einziges Lied diesen Überraschungseffekt gehabt, den die alten StĂŒcke bei mir auslösten. Nun wirken sie fĂŒr mich beliebig und bleibe deshalb bei den alten Songs. Macht man das so, wenn man Ă€lter wird? ?

Gesehen: In den letzten Jahren habe ich sehr viele Filme gesehen. Laut Moviepilot bereits ĂŒber 800 StĂŒck. Aber bei den Klassikern bin ich sehr unerfahren, was sich Ă€ndern muss. Deshalb durfte ich einen Mord im Orientexpress lösen. Ein stimmiger Kriminalfilm, der nach dem klassischen Muster aufgebaut ist. Mann tot, viele VerdĂ€chtige, Indizien-Puzzle und am Ende die große Auflösung. Schöner Ausflug in die Vergangenheit – mit einem jungen Sean Connery und Szenen, die lĂ€nger sind als aktuelle Musikvideos. FrĂŒher mĂŒssen die Menschen eine deutlich lĂ€ngere Aufmerksamkeitsspanne gehabt haben… 

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Gekauft: Schokoladenpizza. Ja, korrekt. Eine Pizza mit drei unterschiedlichen Schokoladensorten. Sie wartet nun auf einen besonderen Anlass. 

Gemacht: Seitdem ich bei XING arbeite, gibt es kein Kantinenessen mehr. Was ein Grund zur Freude ist, bedeutet auch zu viel Auswahl. Zahlreiche Restaurants und Bistros wollen entdeckt werden. Vapiano begrĂŒĂŸt mich mit Handschlag und rotem Teppich. Und ein Nachtisch an der Alster schmeckt doppelt so gut. Das kostet Geld. Keine Ahnung wieviel – weshalb ich mit YNAB meine Ausgaben verwalte. Die App macht es sehr einfach Kategorien und Budgets zu verwalten, Ausgaben aufzuzeichnen und SĂŒnden anzuprangern. Leider ohne Import der Banktransaktionen, aber das möchte man vielleicht auch nicht. 

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Gedacht: In letzter Zeit fehlt mir manchmal die Lust zu Schreiben. Habe ich vor einiger Zeit noch Seiten voller Texte geschrieben, komme ich momentan nicht dazu. Und selbst wenn der Stift in der Hand liegt, bleiben die SÀtze aus. Das ist nicht schlimm, aber irgendwie schade. 

Getroffen: 11 grinsende Kinder, die im Zug lautstark Capri Sonne gefordert haben. Mit Cola. Kleinigkeiten, die man zu selten ĂŒbersieht oder vergisst. Ein Eis in der Hand. Sonne im Gesicht. Laute Musik auf den Ohren. Eine viel zu große Decke oder Vogelgezwitscher am Morgen, wenn einen die FĂŒĂŸe langsam durch leere Straßen tragen.

Hoffentlich habt ihr die Woche genau so genossen und startet gut in die NÀchste. Schreibt mir doch gerne, was euch an dieser Woche gefallen hat.