Andreas Spiegler

Schreiben. Stolpern. Schluckauf.

Men├╝ Schlie├čen

Seite 2 von 37

├ťber Erinnerungen und Ghetto-F├Ąuste.

Ein Besuch in der Heimat bedeutet immer auch Erinnerungen auszugraben. Orte, an denen man viel Zeit verbracht hat. Wege, die man immer wieder gelaufen ist. Zeit mit der Familie. Das tut sehr gut. Sind doch die meisten sch├Ânen Momente mit Menschen verkn├╝pft. Ich kann mich an bestimmte Gespr├Ąche erinnern. An den ersten Kuss. Bauchkr├Ąmpfe vom Lachen oder gemeinsames Trauern bei Freunden. Gemeinsam Zeit verbringen. Neue Dinge ausprobieren. Erlebnisse teilen.

Deswegen hab ich fr├╝her angefangen zu schreiben. Gedanken ordnen und mit anderen Menschen teilen. Gleichgesinnte finden. Nun sitze ich in meinem Kinderzimmer. Drau├čen alles gr├╝n – vermischt mit etwas grau. Was mich in den letzten Wochen besch├Ąftigt hat, will ich hier zusammenfassen. ?

Gefunden: Das Treffen mit einem alten Freund. Die Begr├╝├čung von Freunden. Die Verabschiedung von netten Menschen. Ist es nicht die Familie oder die Partnerin, so geschehen oft sehr komische Situationen. Die coole Ghetto-Faust wird mit der offenen Hand erwidert. Umarmung oder nur lockerer Schulterklopfer? Hand geben oder mehr? Mercedes Lauenstein schreibt ├╝ber seine Sozialphobie. Hilfe, Menschen! Ich w├╝rde mich auch sehr ├╝ber eine EU-Norm freuen. Oder ein Zeichen, damit die Begr├╝├čung nicht zum unterhaltsamen Schauspiel f├╝r alle wird. Und was sollen eigentlich diese zwei bis zw├Âlf K├╝sschen auf die Wange?!

Die stille Choreographie der Beklommenheit ereignet sich f├╝r alle Beteiligten und Umstehenden in qu├Ąlender Zeitlupe.

Jedes Mal schade, wenn ich auf jetzt.de bin. Habe dort so viel Zeit verbracht. Texte ver├Âffentlicht und grandiose Gespr├Ąche gef├╝hrt. Tolle Menschen getroffen und auch viel ├╝ber mich gelernt.┬á

Geschrieben: Mal wieder ein paar Einweggedanken. Aus alten Satzfetzen und einem Gefühl von Zufriedenheit. Meine Zeit mit tollen Menschen verbringen zu dürfen. Hier. Mit euch. 

Geh├Ârt: Momentan h├Âre ich sehr viel alte Musik. Blumentopf, Kraftklub, OK KID. Alte Alben – oder eher den alten Sound. Liegt es daran, dass man alt wird? Die neue Hip Hop Generation macht mir jedenfalls momentan nicht wirklich Spa├č. Vielleicht der neue Song von F├╝nf Sterne Deluxe. Aber das ist ja auch alte Schule. Nun fehlt noch Dendemann… Daf├╝r landet immer mehr Pop auf der Playlist. Fayzen. Gisbert. Von Wegen Lisbeth┬á?

Au├čerdem quillt meine Podcast-Schatztruhe langsam ├╝ber. Wo fr├╝her ├╝ber Stunden das Radio in meinem Kinderzimmer lief, liegt heute mein iPhone und bringt unterschiedlichste Themen zu mir. Die Herren B├Âhmermann und Schulz machen Urlaub (und werden auch langsam langweilig), deswegen h├Âre ich dem Nachwuchs zu: PODCAST UFO. Flacher Humor und eine Prise Beleidigungen. Mag ich. Bei den Online Marketing Rockstars (OMR) erf├Ąhrt man immer wieder kleine Details ├╝ber Firmen und die Personen dahinter. Besonders gut gefiel mir die Folge mit dem Mit Vergn├╝gen Gr├╝nder Matze Hielscher. Der auch einen eigenen Interview-Podcast hat: Hotel Matze.

W├Ąhrend gerade meine Mama zum Kaffee ruft, die Fantastischen Vier ernten, was sie s├Ąen, habe ich ein Grinsen im Gesicht. Ich mag dieses Internet. Ich mag seine Blogs und die Menschen dahinter. Die ├╝ber allt├Ągliche Dinge schreiben. Mich daran teilhaben lassen. Gibt es eigentlich noch St├Âckchen?

Ich baue ab

Diese Woche war jetzt eher so m├Ąh. Gesundheitlich angeschlagen. Schlecht geschlafen. Das geht auch besser. Trotzdem gibt es wieder ein paar sch├Âne Dinge zum WochenendeÔÇŽ

Gefunden: Wenn man krank im Bett liegt, dann half fr├╝her Benjamin Bl├╝mchen. Daheim liegen zig Folgen im Keller. Heute sind es (leider) keine H├Ârspiele mehr, daf├╝r aber Podcasts. Und zwei tolle Folgen habe ich gefunden: Bei Einhundert┬áging es um den Tod. Oder auch die Konfrontation mit ihm:

Peter*, 70, hat Parkinson. Seine Frau Edith*, 70, ist kerngesund. Im Herbst 2014 teilen sie ihrem Sohn Patrick* eine folgenschwere Entscheidung mit: Ein dreiviertel Jahr sp├Ąter, nach Ostern, wollen sie zusammen aus dem Leben gehen – weil Peter seine Krankheit nicht mehr ertr├Ągt.

Mama und Papa sind immer f├╝r einen da. Sie halten dich im Arm. Begleiten deine Schritt. Schubsen. Ermahnen. H├Âren zu. Und irgendwann m├╝ssen sie gehen. Aber wie reagiert man wohl, wenn siedas fr├╝her wollen? Gemeinsam. Ein beklemmendes Gef├╝hl nur dar├╝ber nachzudenken. Die Handynummer zu w├Ąhlen und niemand hebt ab. Bilder ziehen an dir vorbei. Du realisierst, dass du nie wieder die Stimme h├Âren wirst. Sie dir nie wieder die T├╝r aufmachen werden. Ein Gedanke, das ich beim H├Âren immer wieder versuchte wegzusto├čen. Gerade deswegen sehr h├Ârenswert.┬á

Au├čerdem gibt es einen tollen Podcast zum Thema Design: Formfunk. In sehr pers├Ânlichen Gespr├Ąchen sprechen Grafiker, Gestalter und andere Kreative ├╝ber ihre Arbeit. Ich mochte sehr das Gespr├Ąch mit Erik Spiekermann. Er spricht dar├╝ber, wie schwer es ist gro├če Marken zu ver├Ąndern. Was ihn an Typografie begeistert. Was seine Freunde und Kollegen ├╝ber ihn sagen.

image

Geh├Ârt: Endlich mal wieder auf einem Konzert gewesen. K├Ąptn Peng & die Tentakel von Delphi. Grandiose Texte. Beats, die einem tagelang im Kopf bleiben. Theorie. Kreise. Unendlichkeit. Zum ersten Mal im Mehr! Theater gesehen, das nicht wirklich f├╝r so eine Musik gemacht ist. Daf├╝r war die Stimmung trotzdem super und ich war von der Vielfalt aller Zuschauer ├╝berrascht worden. Bald kommt das neue Album ?

image

Gesehen: Aziz Ansari ist zur├╝ck mit der zweiten Staffel von Master of None. Schon die erste Staffel begeisterte mich durch ihre ehrlichen Beobachtungen. Dates, Freunde, Liebe. Dinge, die einem selbst begegnen und oft nicht ganz so sind, wie man sie sich w├╝nscht. Nun lernt Dev (Aziz) zuerst seine Leidenschaft f├╝r Pasta, dann eine tolle Frau kennen. Sie ist verlobt. Einf├╝hlsam erz├Ąhlt, ganz ohne ├ťbertreibungen oder Klischees. Hab die zehn Folgen regelrecht verschlungen.┬á

image

Gegessen: Maultaschen. Im Lieblingsrestaurant f├╝r schw├Ąbisch-kulinarische Speisen – Zum Sp├Ątzle. Neben dem Brachmanns Galeron ein toller Ort, um die Entfernung in den S├╝den kurz zu vergessen.┬á

Mehr gibt es nicht zu berichten. Die n├Ąchste Woche wird kurz. Feiertag. Br├╝ckentag. Meertag. ?

Katastrophenstimmung

Liebes Tagebuch, heute habe ich meine halbe Wohnung geflutet. Eigentlich wollte ich nur den K├╝hlschrank abtauenÔÇŽ Und w├Ąhrend man die Sauerei aufputzt, schmelzen die Heidelbeeren. Gro├čer Putztag bei Herrn Spiegler. Katastrophenstimmung. Nicht nur in den eigenen vier W├Ąnden, sondern auch im Deutschen Schauspielhaus. Dort l├Ąuft gerade das neue St├╝ck von Schorsch Kamerun. ├ťber die Optimierungsgesellschaft. Populismus. Und die Medien. Deshalb war ich da. Wobei, haupts├Ąchlich wegen ihr. Weitere Highlights der Woche:

Gefunden: Ich mag Gin Tonic. Und wenn man sich ein bisschen austobt, so ist man bestimmt ├╝ber Monkey 47 gestolpert. Dieser Gin kommt aus dem Schwarzwald und wurde u.a. von Christoph Keller entwickelt. Nun h├Ârt er auf, wie er beeindruckend im Brandeins-Interview beschreibt:

Wenn ich jetzt weitermachte, w├╝rde es nur noch darum gehen, ihre Wirtschaftlichkeit auszubauen, neue M├Ąrkte zu erobern, Wachstum zu steigern und Gewinn zu maximieren. Ich bin aber kein Unternehmertyp. Ich bin gut darin, Dinge aufzubauen und eine Vision zu entwickeln.┬á

Ein ehrliches Gespr├Ąch ├╝ber den Wachstum, der auch im St├╝ck┬áKatastrophenstimmung angedeutet wird. Christoph beschreibt, wie sich sein Gef├╝hl zum Produkt ver├Ąndert hat. Er am Ende nicht mehr gelebt hat – und genau dieses Leben beschreibt er sehr eindr├╝cklich:┬á

Leben: Neugierde, Experiment, Spiel, Fantasie, Risiko. Das Leben ist eine Erz├Ąhlung mit vielen Wendungen. Und mit Empathie. Man sollte Spa├č haben an dem, was man tut ÔÇô und es sein lassen, wenn man ihn nicht mehr hat.

Geschrieben: Ein paar alte Worte in neue Gew├Ąnder gepackt. Langsam werde ich wieder warm mit den Worten. Glaube ich. Taste mich an S├Ątze und Beobachtungen.┬á┬á

image

Geh├Ârt: Murakami ist einer dieser Autoren, die ich sehr bewundere. Seine Sprache ist einfach. Er beobachtet liebevoll und direkt. Schreibt tolle Geschichten ├╝ber Au├čenseiter und ihre Sicht auf andere. Erst jetzt habe ich einen Artikel ├╝ber seine Musikleidenschaft gefunden – inkl. einer Spotify-Playlist mit ├╝ber 3000 St├╝cken, die alle auch als Soundtrack zu seinen B├╝chern passen k├Ânnten.┬á┬á

Gesehen: Ein weiterer Klassiker. Diesmal Miss Marple, die verschiedene Morde rund um ein Erbe aufkl├Ąrt. Der Wachsblumenstrau├č war ein sch├Âner Ausflug nach England. Mochte die Musik und die fehlende Hektik. Ruhig erz├Ąhlt, mit klaren Charakteren. Solch einen Film findet man nat├╝rlich nicht bei Netflix. Deshalb durfte ich mich bei einer Videothek anmelden. Im Jahr 2017. Sehr lustiges Gef├╝hl und zahlreiche Erinnerungen an die Schulzeit. Wo man durch G├Ąnge schlich, mit Freunden teilweise heftige Diskussionen ├╝ber die Filmauswahl hatte und am Ende immer bei Austin Powers endete.┬á

Genervt: Buzzwords nerven. Phrasen nerven. Deshalb lud man in den Mercedes.Me Store zu┬áTell me: Business Buzzwords. Dort ging es um den Print-Journalismus. Klassische Journalisten trafen auf Snapchat-Kids. Eine Agenturvertreterin vermittelt und Gr├╝nder erz├Ąhlen von ihren Niederlagen. Leider immer die selben Gespr├Ąche. Finanzierung schwierig. Menschen konsumieren anders. Fr├╝her war alles… Ich w├╝rde gerne mal wieder auf ein Meetup gehen, bei dem man neue Dinge lernt. Sich nicht gef├╝hlt zwei Stunden ├╝ber bereits Gesagtes streitet. Gibt es sowas noch?

Getroffen: Nicht wirklich getroffen, aber dennoch sehr pers├Ânlich war die Lange Nacht der ZEIT mit Bosse. Ein toller K├╝nstler, dessen Lieder mich sehr ber├╝hren. Direkte Worte zu intensiven Gef├╝hlen. Die jeder kennt, aber nur wenige so sch├Ân beschreiben k├Ânnen. Auch das Gespr├Ąch war ehrlich und unaufgeregt. Netter Typ, der Herrndorf mag. Alleine deshalb ?

Und mit Bosse auf Anschlag werde ich jetzt noch ein paar Sonnenstrahlen tanken. Kommt gut in die neue Woche. ?

Sonne und zwei Kugeln Eis

Kaum ist die Sonne drau├čen, laufe ich strahlend mit einem Eis in der Hand durch Hamburg. ԜǴŞĆ Diesmal eine kurze Woche mit viel zu wenig Schlaf. Und w├Ąhrend meine linke Wange von der Sonne aufgefressen wird, schreibe ich ein paar Dinge zu Kalenderwoche 18.┬á

Gefunden: In diesem Jahr wird gew├Ąhlt. Und ZEIT ONLINE hat dazu passend ein neues Ressort gegr├╝ndet. #D17┬ám├Âchte raus aus der Gro├čstadt. Mit Menschen sprechen und sie wieder zum respektvollen Dialog motivieren. Hierf├╝r soll beim Experiment Deutschland spricht┬áam 18. Juni jeder Teilnehmer einen Gespr├Ąchspartner in der Umgebung zugelost bekommen. Einziges Kriterium: jener stimmt mit der eigenen Meinung nicht vollkommen ├╝berein. Um das herauszufinden, muss man f├╝nf Fragen beantworten. Den Rest ├╝bernimmt ein sehr intelligenter Computer. Ich lerne gerne andere Sichtweisen kennen und bin umso mehr gespannt, wie dieses Gespr├Ąch sein wird.

image

Geh├Ârt: H├Âre ich die Gorillaz, so kommen viele Erinnerungen aus der Schulzeit nach oben. V├Âllig neuer Sound mit einer Mischung aus Hip Hop, Indie-Rock und Dub. Dieser Zeichentrickstil. Clint Eastwood. Die Band entstand, als Damon Albarn und Jamie Hewlett im Jahr 1998 alle Musiker als austauschbar und beliebig sahen. Mit Humanz ist nun das vierte Album ver├Âffentlicht worden. Leider hat aber kein einziges Lied diesen ├ťberraschungseffekt gehabt, den die alten St├╝cke bei mir ausl├Âsten. Nun wirken sie f├╝r mich beliebig und bleibe deshalb bei den alten Songs. Macht man das so, wenn man ├Ąlter wird? ?

Gesehen: In den letzten Jahren habe ich sehr viele Filme gesehen. Laut Moviepilot bereits ├╝ber 800 St├╝ck. Aber bei den Klassikern bin ich sehr unerfahren, was sich ├Ąndern muss. Deshalb durfte ich einen Mord im Orientexpress┬ál├Âsen. Ein stimmiger Kriminalfilm, der nach dem klassischen Muster aufgebaut ist. Mann tot, viele Verd├Ąchtige, Indizien-Puzzle und am Ende die gro├če Aufl├Âsung. Sch├Âner Ausflug in die Vergangenheit – mit einem jungen Sean Connery und Szenen, die l├Ąnger sind als aktuelle Musikvideos. Fr├╝her m├╝ssen die Menschen eine deutlich l├Ąngere Aufmerksamkeitsspanne gehabt haben…┬á

image

Gekauft: Schokoladenpizza. Ja, korrekt. Eine Pizza mit drei unterschiedlichen Schokoladensorten. Sie wartet nun auf einen besonderen Anlass. 

Gemacht: Seitdem ich bei XING arbeite, gibt es kein Kantinenessen mehr. Was ein Grund zur Freude ist, bedeutet auch zu viel Auswahl. Zahlreiche Restaurants und Bistros wollen entdeckt werden. Vapiano begr├╝├čt mich mit Handschlag und rotem Teppich. Und ein Nachtisch an der Alster schmeckt doppelt so gut. Das kostet Geld. Keine Ahnung wieviel – weshalb ich mit YNAB meine Ausgaben verwalte. Die App macht es sehr einfach Kategorien und Budgets zu verwalten, Ausgaben aufzuzeichnen und S├╝nden anzuprangern. Leider ohne Import der Banktransaktionen, aber das m├Âchte man vielleicht auch nicht.┬á

image

Gedacht: In letzter Zeit fehlt mir manchmal die Lust zu Schreiben. Habe ich vor einiger Zeit noch Seiten voller Texte┬ágeschrieben, komme ich momentan nicht dazu. Und selbst wenn der Stift in der Hand liegt, bleiben die S├Ątze aus. Das ist nicht schlimm, aber irgendwie schade.┬á

Getroffen: 11 grinsende Kinder, die im Zug lautstark Capri Sonne gefordert haben. Mit Cola. Kleinigkeiten, die man zu selten ├╝bersieht oder vergisst. Ein Eis in der Hand. Sonne im Gesicht. Laute Musik auf den Ohren. Eine viel zu gro├če Decke oder Vogelgezwitscher am Morgen, wenn einen die F├╝├če langsam durch leere Stra├čen tragen.

Hoffentlich habt ihr die Woche genau so genossen und startet gut in die N├Ąchste. Schreibt mir doch gerne, was euch an dieser Woche gefallen hat.┬á

Alle Freunde heiraten

An Ostern bin ich ├╝ber viele Erinnerungen im Keller meiner Eltern gestolpert. Alte Schulhefte, Bilder von Ausfl├╝gen, Ehrenurkunden von Bundesjugendspielen. Ein komisches Gef├╝hl, weil im Moment des Betrachtens noch ganz viele andere Momente zur├╝ckkamen. Melodien, Ger├╝che, S├Ątze von Menschen. Alles irgendwo abgespeichert. Unter den ganzen Bergen an Dingen fand ich auch die erste Sch├╝lerzeitung, die ich im Jahr 2000 ver├Âffentlicht habe. Da war ich gerade mal 12 Jahre alt und wollte Dinge mit Freunden teilen. Bloggen war der n├Ąchste Schritt. Kleine Schnipsel aus dem Leben. Das ist in Vergessenheit geraten, weshalb ich heute einen neuen Anlauf starte und Momente aus der letzten Woche teilen will: Kalenderwoche 17/2017 ?

Gefunden: Viele alte Erinnerungen. Bilder auf Festplatten. Alte Textdateien. Briefe. Skizzen. 

image

Geschrieben: Leider schreibe ich momentan sehr wenig. Das m├Âchte ich ├Ąndern, da mir das Gef├╝hl fehlt. Hier ist ein erster Anfang. Und es werden auch wieder Einweggedanken folgen.┬á

Gelesen: Momentan lese ich┬áÔÇťDie unertr├Ągliche Leichtigkeit des SeinsÔÇŁ. Ein relativ altes Buch eines tschechischen Autors. Er schreibt ├╝ber Liebe und Begehren zu Zeiten von Unterdr├╝ckung. Liest sich ganz gut, wobei ich noch nicht sicher bin, ob es meine 100-Seiten-Grenze ├╝berstehen wird.┬á

Geh├Ârt: Sehr viel in alten Alben gest├Âbert. Lieder hervorgekramt. Irgendwie verr├╝ckt, wie Melodien in einem schlummern und man Liedzeilen auch nach Jahren noch mitsprechen kann. The Streets hat mich immer begleitet. Fr├╝her beim ├╝ber Felder fahren. Heute beim Sitzen am Hafen. Au├čenseiter voller Fragen. Lieblingslied: Blinded by the lights

Gesehen: Die f├╝nfte Staffel von Suits. Hat Spa├č gemacht. Vier von f├╝nf BGB-Gesetzb├╝chern. Und ein Hoch auf den neuen Netflix-Offline-Modus.

Gemacht: Einen Freund entf├╝hrt und im Familienschiff nach N├╝rnberg gefahren. Eine romantische Stadtf├╝hrung. Angesto├čen. Im Stadion den VfB angefeuert. Viele nackte Oberk├Ârper gesehen (haupts├Ąchlich von betrunken N├╝rnberg-Fans). Gef├╝hlt jeden Pub erkundet. Eine Bombe entsch├Ąrft.┬á

image

Gelernt: Vor jedem Produktstart l├Ąsst einen die Aufregung kaum Schlafen. Mit XING Talk ging der erste Videopodcast online – ein ehrliches Gespr├Ąch mit Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen. ├ťber ihren Beruf, dabei gemachte Erfahrungen, ├ängste und Erfolge. Bei XING und auf iTunes. Es tut gut, wenn Projekte zug├Ąnglich werden. Gesehen und geh├Ârt werden. Habe gelernt, dass sich Menschen reinh├Ąngen, wenn man mit dabei ist und unterst├╝tzt, wo man nur kann. Danke.

Gegessen: Zu viele Burger nach Mitternacht. Und K├Ąssp├Ątzle in einer kleinen Weinstube in N├╝rnberg. Das muss immer wieder sein, damit der S├╝ddeutsche in mir nicht weinen muss.

Getroffen: Gute Freunde im S├╝den des Landes. Schade, wie selten man es schafft regelm├Ą├čig Kontakt zu halten. Und trotzdem muss man direkt wieder Strahlen, kommen die Erinnerungen wieder.┬á

Gedacht: Wie kann einen eine einzige Person so zum Strahlen bringen?  

Habt einen sch├Ânen Feiertag und genie├čt die Sonne ÔŤ▒